Wikileaks-Gründer
UN-Gruppe hält Assanges Exil für unrechtmäßige Haft

Ein UN-Gremium hat das jahrelange Botschafts-Exil des Wikileaks-Gründers Julian Assange als eine Form von unrechtmäßiger Haft eingestuft. Die Festsetzung sei willkürlich und verstoße gegen internationale Konventionen.

London/GenfEine Expertengruppe des UN-Menschenrechtsrates hat die jahrelange Botschaftszuflucht des Wikileaks-Gründers Julian Assange als eine Form von unrechtmäßiger Haft eingestuft. Das bestätigte das schwedische Außenministerium der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Stockholm. Dem UN-Gremium zufolge sei die Festsetzung willkürlich und verstoße gegen internationale Konventionen, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die schwedische Regierung nehme zur Kenntnis, dass die UN-Arbeitsgruppe zu einer anderen Bewertung gekommen sei, als die schwedische Justiz.

Zuvor hatte bereits die BBC berichtet, dass sich die Juristen in Genf auf die Seite von Assange gestellt hätten. Der 44 Jahre alte Australier hatte 2014 bei den Rechtsexperten geltend gemacht, er sei „willkürlich inhaftiert“, da er die Botschaft Ecuadors in London nicht verlassen könne, ohne umgehend von der britischen Polizei festgenommen zu werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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