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Wikileaks: Mutmaßlicher Informant Manning erringt kleinen Sieg

Er soll Wikileaks zehntausende geheime E-Mails zugespielt haben. Dafür steht der 24-jährige Bradley Manning vor Gericht. Nun hat seine Verteidigung einen kleinen Sieg errungen, Manning erhält Einsicht in Beweismittel.

Der Soldat Bradley Manning wird in Handschellen aus dem Gerichtssaal in Fort Meade im Bundesstaat Maryland geführt. Quelle: Reuters
Der Soldat Bradley Manning wird in Handschellen aus dem Gerichtssaal in Fort Meade im Bundesstaat Maryland geführt. Quelle: Reuters

Fort MeadeIn der Affäre um die Veröffentlichung von US-Geheimdokumenten im Internet soll der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning Zugang zu Beweismitteln erhalten. Das Militärgericht auf dem Stützpunkt Fort Meade im Bundesstaat Maryland gab am Montag einem entsprechenden Antrag der Verteidigung Mannings statt.
Die Anwälte hatten beanstandet, dass die Staatsanwaltschaft ihnen Informationen vorenthalte, die Manning helfen könnten.

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Die Verteidiger versuchen seit Monaten, Berichten von Regierungsbehörden wie CIA, Außenministerium und FBI einzusehen, in denen der mutmaßliche „Schaden“ bewertet wird, den Manning verursacht haben soll.

Laut den Anwälten des 24-Jährigen könnten die Berichte beweisen, dass die mutmaßliche Weitergabe von US-Geheimdokumenten durch Manning keine entscheidende Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellte.

Wikileaks

Richterin Denise Lind ordnete nun an, dass die Staatsanwalt die angeforderten Berichte der Verteidigung übermitteln müsse. Zudem soll die Anklage bis zum 25. Juli erklären, welche Dokumente ihr zur Einsicht vorlagen und warum diese bislang nicht der Verteidigung zur Verfügung gestellt wurden.

Manning soll Geheimdokumente des US-Militärs zu den Kriegen im Irak und in Afghanistan sowie rund 260.000 vertrauliche Depeschen der US-Diplomatie an die Enthüllungswebseite Wikileaks weitergegeben haben.

Der 24-Jährige war Ende Februar offiziell angeklagt worden, bei einer Verurteilung droht ihm lebenslange Haft. Am schwersten wiegt der Vorwurf der Unterstützung des Feindes. Derzeit läuft in Fort Meade das Vorverfahren. Bislang hat Manning nicht mitgeteilt, ob er sich schuldig oder unschuldig erklären werde.

  • 26.06.2012, 09:08 UhrDnalnehceirg

    Weder Manning noch Assange sind eine Bevölkerung. Wieviele der Dokumente haben sie selbst gelesen? Was würden Sie mit jemandem machen, der Ihre Kontodaten veröffentlicht? Wohl eher körperliche Gewalt anwenden. Dass Manning vor Gericht steht, zeigt, dass man seine Rechte wahrt. Der Straftatbestand lässt sich ja nicht bestreiten. Aber für Sie zählt nur Ihr subjektives Gerechtigkeitsempfinden.

  • 26.06.2012, 06:17 UhrSlingShot

    die Amerikaner haben viele Schweinereien zu verbergen. Mit Manning und Assange muss ein Example statuiert werden, damit keiner mehr wagt das System zu bedrohen.
    Ein Polizeistaat entwickelt sich nie durch Forderungen der Bevoelkerung, sondern nur durch die fuehrende Elite.

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