„Wir befinden uns gegenwärtig auf der leicht abfallenden Straße zum Scheitern.“
UN-Flüchtlingshilfswerk schränkt Afghanistan-Einsatz ein

Als Reaktion auf den Mord an einer 29 Jahre alten Mitarbeiterin des UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR, haben die Vereinten Nationen ihre Arbeit in Afghanistan eingeschränkt.

HB KABUL/ISLAMABAD. In den süd- und ostafghanischen Provinzen Ghasni, Kandahar, Paktia und Dschalalabad seien Überlandfahrten vorübergehend ausgesetzt worden, sagte ein UN- Sprecher am Dienstag in Kabul. Der Vizekommandeur der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (ISAF), der kanadische NATO-General Andrew Leslie, warnte unterdessen vor einer weiteren Verschlechterung der Sicherheitslage.

„Wir befinden uns gegenwärtig auf der leicht abfallenden Straße zum Scheitern“, sagte Leslie der „Berliner Zeitung“ in Kabul. ISAF-Sprecher Jörg Langer betonte, Leslie habe nicht vor einem Scheitern der ISAF-Mission gewarnt, sondern die Staatengemeinschaft aufgerufen, ihr Engagement zu verstärken.

Zwei Jahre nach dem Sturz der Taliban lebt nach Einschätzung Leslies rund ein Viertel der afghanischen Bevölkerung wieder in Gegenden, die für US-geführte Koalitionstruppen nur mit großem Sicherheitsaufwand zugängig seien. Ausländische Hilfsorganisationen seien dort nicht mehr vertreten.

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