"Wir haben unseren Teil erfüllt"
Iran fordert von Großbritannien Zeichen des guten Willens

Nach der Freilassung der 15 britischen Marinesoldaten hat der Iran von der Regierung in London ein Zeichen ihres guten Willens gefordert.

HB LONDON. „Wir haben unseren Teil erfüllt und unseren guten Willen gezeigt. Nun ist es an der britischen Regierung, den Weg in einer positiven Art fortzusetzen“, sagte der iranische Botschafter in London, Rasul Mowahedian, der „Financial Times“ vom Samstag. Zwar sei die Freilassung der Soldaten nicht an eine konkrete Forderung gebunden. Doch der Iran fände es positiv, wenn Großbritannien helfen und seinen Einfluss geltend machen wolle. „Wir begrüßen grundsätzlich alle Schritte, die zu einer Entspannung in der Region beitragen können“, sagte Mowahedian.

Der Botschafter könnte damit neben dem Konflikt über das iranische Atomprogramm auf den Streit um von den US-Streitkräften im Irak gefangen gehaltene Landsleute anspielen. Die USA halten fünf Iraner fest und werfen der Führung in Teheran vor, radikale Milizen im Irak zur Destabilisierung der Situation zu unterstützen. Der Iran bestreitet dies.

Der Iran hatte die 15 britischen Soldaten nach knapp zwei Wochen Gefangenschaft am Donnerstag freigelassen. Die Regierung in Teheran warf ihnen vor, in iranische Hoheitsgewässer eingedrungen zu sein. Nach britischer Darstellung befanden sie dagegen in irakischen Gewässern. Die Soldaten erklärten am Freitag, in iranischer Haft zu falschen Geständnissen gezwungen worden zu sein. Ihnen seien sieben Jahre Haft angedroht worden, falls sie nicht kooperierten.

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