"Wir heißen Hilfe immer Willkommen"
Bush: Wir haben genügend Soldaten im Irak

US-Präsident George W. Bush hält nach eigenen Angaben die derzeitige US-Truppenpräsenz im Irak für ausreichend stark, um mit dem gewaltsamen Widerstand dort fertig zu werden.

Reuters WASHINGTON. Bush trat damit am Mittwoch Sorgen in der Bevölkerung um die US-Truppen entgegen, nachdem mehr als 20 Soldaten seit Mai bei Anschlägen im Irak getötet wurden.

Unterdessen dementierte das US-Verteidigungsministerium einen Bericht der US-Zeitung „Philadelphia Inquirer“, wonach der der US-Verwalter im Irak, Paul Bremer, eine Verstärkung der Truppen und des Zivilpersonals angefordert habe, um die Ordnung im Irak wieder herzustellen und den Attacken auf die US-Streitkräfte besser begegnen zu können.

„Da gibt es einige, die meinen, die Verhältnisse seien so, dass sie uns dort angreifen könnten“, sagte Bush im Blick auf die jüngsten Angriffe auf US-Soldaten im Irak. Mit ihnen fertig zu werden, sei kein Problem, denn die US-Truppen hätten die notwendigen Mittel, um mit der Lage umzugehen. Wer dem Volk der Iraker Schaden zufüge, mit dem würden die USA „hart umgehen“. Bush betonte, auch wenn die US-Streitkräfte ausreichend stark seien, würden die USA gleichwohl militärische Unterstützung aus anderen Ländern bei der Lösung der Aufgaben im Irak begrüßen. „Wir heißen Hilfe immer willkommen“, sagte er vor Journalisten, „wir sind immer froh, andere mit einschließen zu können.“

Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums sagte, es gebe noch vereinzelten Widerstand im Irak, aber eine Anforderung von mehr Militär durch Bremer, wie von der Zeitung unter Berufung auf Regierungsinformationen gemeldet, habe es nicht gegeben. Auch in Zukunft sei nicht auszuschließen, das US- Soldaten getötet würden. „Aber die andere Seite ist, je mehr Soldaten man hin bringt, umso mehr Ziele baut man da auf.“

Die USA haben derzeit etwa 146 000 Mann im Irak stationiert, hinzu kommen etwa 12 000 Soldaten aus Großbritannien und anderer befreundeter Nationen. Polen entsandte am Mittwoch einen Voraustrupp von 250 Mann in den Irak. Die Soldaten sind Teil der von Polen zu befehligenden multinationalen Stabilisierungstruppe, die im mittleren und südlichen Irak für Ruhe und Ordnung sorgen soll. Es handelt sich um die größte Militäroperation Polens seit dem Zweiten Weltkrieg. Polen hatte von Anfang an zu den Befürwortern des Irak-Kriegs gehört.

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