„Wir können nicht so weit gehen"
Russland will Kyoto-Protokoll nicht ratifizieren

Die Reduzierung der Treibhausgase scheint für Russland kein Thema zu sein. So ist wohl die Aussage von Wladimir Putins Wirtschaftsberater Andrej Illarionow zu verstehen, das Kyoto-Protokoll nicht ratifizieren zu wollen.

HB MOSKAU. „Wir können nicht so weit gehen, dass wir das Tempo unseres Wirtschaftswachstums beschränken“, sagte Illarionow in Moskau. Das Kyoto-Protokoll könne deshalb in seiner derzeitigen Form nicht von Russland ratifiziert werden, zitierte die Agentur Interfax Putins Berater am Dienstagabend. Russland folge damit dem Beispiel anderer Staaten.

Ohne Russland kann das von 119 Staaten bereits ratifizierte Kyoto- Protokoll von 1997 nicht in Kraft treten. Es verpflichtet die Industrieländer, ihre Treibhausgase von 1990 bis 2012 um im Schnitt 5,2 % verringern.

Illarionow, der als wichtigster Wirtschaftsberater Putins gilt, sagte: „Selbst die Länder, die anscheinend stark unter dem Klimawechsel leiden, wollen solche langfristigen Verpflichtungen nicht auf sich nehmen.“ Ende September hatte Putin nach einem Besuch bei US-Präsident George W. Bush, einem Gegner des Kyoto-Protokolls, die internationalen Erwartungen gedämpft. Russland werde nur zustimmen, wenn es im „nationalen Interesse“ sei, sagte Putin damals.

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