"Wir müssen uns anpassen"
Angriffe im Irak als Teil eines Guerillakrieg bezeichnet

Der Oberbefehlshaber der US-Truppen in der Golf-Region hat die Angriffe auf amerikanische Soldaten im Irak als Guerillakrieg bezeichnet und eine darauf ausgerichtete militärische Taktik gefordert.

Reuters WASHINGTON. Die Iraker führten gegen die Besatzungstruppen nach seiner Einschätzung einen klassischen Guerillakrieg, sagte General John Abisaid am Mittwoch bei einer Anhörung im US-Verteidigungsministerium. Zwar handele es sich der US-Militärdoktrin zufolge um einen Konflikt geringer Intensität. „Wie immer man es auch beschreibt, es ist ein Krieg“, sagte Abisaid. Der Widerstand werde mehr und mehr organisiert und verbessert. „Wir müssen uns an ihre Taktiken, Techniken und Methoden anpassen“.

Mit seiner Einschätzung steht Abisaid im Widerspruch zu Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Dieser hatte Ende Juni gesagt, die Angriffe im Irak sei alles andere als Ausdruck eines Guerillakriegs oder organisierten Widerstands. Beinahe täglich werden US-Soldaten bei Angriffen im Irak getötet. Seit dem Einmarsch in den Irak im März wurden 147 US-Soldaten getötet - genauso viele wie im Golfkrieg 1991. Abisaid sagte, die US-Truppen sollten auf eine jahrelange Stationierung vorbereitet sein.

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