Wirtschaft fordert Bekenntnis zum Freihandel
Hohe Erwartungen an Guttenbergs Antrittsbesuch

Die deutsche Wirtschaft knüpft hohe Erwartungen an den Antrittsbesuch des neuen Bundeswirtschaftsministers in den USA: Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) soll der US-Regierung ein klares Bekenntnis zum Freihandel und zum Verzicht auf wettbewerbsverzerrende Maßnahmen im Automobilsektor abringen.

BERLIN. „Noch ist unklar, ob die US-Regierung einen protektionistischen Schutzwall um ihre Automobil-Hersteller bauen will“, sagte der Präsident des Verbandes der Automobilhersteller (VDA), Matthias Wissmann. „Der Wirtschaftsminister muss deshalb abklopfen, was die USA vorhaben und darauf dringen, dass alle Entscheidungen WTO-konform sind.“

Auch BDI-Vizepräsident Jürgen Thumann warnte als Co-Vorsitzender des Transatlantischen Wirtschaftsdialogs (TABD) davor, dass Washington in der Krisenbekämpfung falsche Wege gehen könnte. „Der US-Regierung wird schnell klar werden, dass einmalige Subventionen für Unternehmen nicht alle Probleme lösen können“, sagte er.

Zudem forderte Wissmann eine Ankurbelung des amerikanischen Auto-Absatzes. „Für die Weltwirtschaft wäre es besser und von großer Bedeutung, wenn die Amerikaner Impulse für ihren Binnenmarkt setzen würden“, betonte VDA-Präsident Wissmann. „Die Ankurbelung der Wirtschaft hilft weit mehr als die generöse Staatshilfe für einzelne Hersteller.“

Der VDA-Präsident widersprach zudem der These, dass weltweit ein Kapazitätsabbau in der Autoindustrie nötig sei. „Ich glaube, dass nach dem Ende der Krise mehr Autos verkauft werden als 2008.“ Entscheidend werde aber sein, dass Hersteller die passenden Produkte für die Märkte der Zukunft hätten. „Und die amerikanischen „Big 3“ haben sicher weltweit die fragwürdigste Modellpolitik betrieben.“

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