Die Abkehr vom Atom
Eigentlich wollte Tokio den Anteil des Atomstroms an der Gesamtversorgung bis 2030 von 30 auf mehr als 50 Prozent erhöhen. Doch die Katastrophe von Fukushima änderte alles. Derzeit sind nur noch zwei Kraftwerke in Betrieb. Und die Regierung wird wohl in den kommenden Wochen einen schrittweisen Atomausstieg beschließen.
Die wirtschaftlichen Folgen sind enorm, denn die Stromkonzerne müssen die Lücke mit konventionellen Kraftwerken füllen. Der Kauf von Kohle und Gas treibt nicht nur die Importe in die Höhe und drückt damit die Handelsbilanz ins Minus. Es macht auch den Strom teurer. Japans Unternehmen warnen daher vor weiteren Einbußen bei der Wettbewerbsfähigkeit.