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Wirtschaft: Japans fünf große Probleme

Viel stärker als erwartet ist die japanische Handelsbilanz ins Minus gerutscht. Schuld daran sind nicht nur das Reaktorunglück und die Euro-Krise. Die einstige Exportnation hat noch ganz andere Probleme.

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Der höchste Schuldenberg der Welt

Auf den ersten Blick erscheint es wie ein Wunder: Während Europa in der Staatsschuldenkrise versinkt, gilt das mit Abstand am höchsten verschuldete Land der Welt Anlegern als sicherer Hafen. Doch das Unwohlsein wächst. Immer mehr Experten warnen, dass auch Japan bald in den Strudel der Schuldenkrise geraten könnte.

Die Staatsschuld wird im laufenden Jahr auf 230 Prozent des Bruttoinlandsprodukts steigen. Japans Vorteil ist, dass mehr als 90 Prozent der Anleihen von Inländern gezeichnet werden. Noch dazu kauft die Notenbank in großem Stil Anleihen.

Doch eins darf nicht passieren: dass die Zinsen steigen. Wegen der enormen Höhe der Staatsschulden hätte die Regierung schon bei einem Zinssatz von über zwei Prozent für zehnjährige Anleihen große Probleme, die Zinsen zu zahlen. Die Ratingagenturen haben Japans Kreditwürdigkeit deshalb schon mehrfach herabgestuft.

Bild: Reuters