Wirtschaftprotektionismus
Glos attackiert Frankreich und Spanien

In scharfer Form wendet sich Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) gegen den zunehmenden Wirtschaftprotektionismus in der EU.

BERLIN. Statt "industriellem Patriotismus" sei die Marktwirtschaft die richtige Antwort auf die Globalisierung, heißt es in einem dem Handelsblatt vorliegenden Text einer Rede, die Glos am Donnerstag auf einem DIHK-Forum zur Außenwirtschaft halten will.

"Dirigismus, Zwangsfusionen und die Abwehr ausländischer Investoren gehören für mich nicht zum marktwirtschaftlichen Instrumentenkasten", heißt es weiter. Glos spielt damit auf den spanischen Widerstand gegen eine Übernahme des Endesa-Konzerns durch Eon sowie die von der französischen Regierung angeordnete Fusion von Gas de France und Suez an.

Ausdrücklich verweist der Wirtschaftsminister im Gegensatz zu dem Vorgehen der EU-Partner auf Deutschland. Hier gebe es positive Beispiele etwa durch den Einstieg indischer Firmen. "Ins Trudeln geratene deutsche Traditionsunternehmen haben durch das indische Engagement wieder Tritt gefasst."

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