International
Wirtschaftsberater de Soto sieht für Südamerika Weg aus der Schuldenfalle

Der renommierte Wirtschaftsberater Hernando de Soto gibt sich optimistisch für Südamerika. Vor allem Argentinien könnte durch seine harten Verhandlungen "einen Weg aus der Schuldenfalle gefunden haben", wenn die ausländischen Investoren weiter wie bisher investierten, sagte de Soto dem Handelsblatt (Montagausgabe).

HB DÜSSELDORF. Darüber hinaus nähme der Einfluss linker Populisten in Südamerika zwar zu. "Ich bin aber deswegen nicht unbedingt pessimistisch", sagte de Soto weiter. In Südamerika gehe es weniger um rechts und links. "Ein so genannter Linker kann hier problemlos auf unternehmensfreundliche Regierungsprogramme verfolgen."

Seit Freitag tagen 34 Regierungschefs des amerikanischen Kontinents auf dem Gipfel im argentinisichen Mar del Plata. Die wichtigsten Themen sind Handel, Arbeitslosigkeit und eine Stärkung der Demokratie in der Region. Kuba ist als einziges Land nicht vertreten.

Der in der Schweiz aufgewachsene Peruaner Hernando de Soto, studierte Ökonomie in Genf und zählt zu den renommiertesten Ökonomen weltweit. Mit seinem Instituto Libertad e Democracia berät er rund 30 Regierungschefs, darunter den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Seine Hauptthese lautet, dass nicht Entwicklungshilfe, Sozialprogramme oder Weltbankkredite das Elend der vier Milliarden Armen weltweit lösen. Der Schlüssel zur Armutsbekämpfung liege in Eigentumsrechten. Wenn die Menschen gesicherte handelbare und beleihbare Eigentumstitel für ihre Immobilien erhalten, auf denen sie bereits leben und wirtschaften, könnten sie ihre Probleme selbst lösen.

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