Wirtschaftsbeziehungen: Merkel will mehr mit Afrika handeln

Wirtschaftsbeziehungen
Merkel will mehr mit Afrika handeln

Acht der zehn am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften liegen in Afrika: Die Wirtschaft sieht dort ihre Chance. Auf dem EU-Afrika-Gipfel in Brüssel plädiert Kanzlerin Merkel dafür, den Handel auszubauen.
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BrüsselBundeskanzlerin Angela Merkel hat für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu Afrika plädiert. Europa könne Afrika über mehr Handel, mehr Investitionen und mehr Hilfe zur Selbsthilfe unterstützen, sagte Merkel zum Auftakt eines zweitägigen EU-Afrika-Gipfels in Brüssel. „Der Schwerpunkt sollte darauf liegen, dass wir sagen, wir investieren in die Menschen, damit Afrika als selbstbewusster Kontinent selbst seine Probleme lösen kann.“

An dem Gipfel nehmen über 80 Staats- und Regierungschefs aus Afrika und der EU teil. Die Wirtschaft betrachtet Afrika schon länger als Chance: Im Schnitt wuchsen die Volkswirtschaften der afrikanischen Staaten von 2003 bis 2011 um 5,2 Prozent. Im Jahr 2012 befanden sich acht der zehn weltweit am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften in Afrika. Die afrikanische Entwicklungsbank schätzt, dass die Sub-Sahara-Länder in diesem Jahr um 6,4 Prozent wachsen werden.

Das Handelsvolumen der EU ist zumindest in der Summe nicht zu vernachlässigen: So betrugen die Exporte nach Afrika nach EU-Angaben im Jahr 2012 insgesamt 152 Milliarden Euro. Umgekehrt importierte die EU aus Afrika Waren im Wert von 187 Milliarden Euro – vor allem Rohstoffe. Der Afrikaverein der deutschen Wirtschaft spricht von einem „Chancenkontinent“ mit einer Milliarden-Bevölkerung – auch weil der Nachholbedarf so groß ist.

Kommentare zu " Wirtschaftsbeziehungen: Merkel will mehr mit Afrika handeln"

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  • Ist das Kind nicht schon in den Brunnen gefallen? Seit Jahrzehnten exportiert die westliche Welt hochsubventionierte Waren nach Afrika, umgekehrt aber gelten große Handelsbeschränkungen. Die Folge, viele Menschen in Afrika können vor Ort nicht so billig produzieren? Hat das die westliche Welt gehindert?

    Wenn die Bundeskanzlerin wirklich möchte, dass Afrika seine Probleme selber löst, sollte sie u.a. dafür sorgen, dass u.a. kein Billig-Fleisch mehr in den südlichen Nachbar-Kontinent exportiert wird.

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