Wirtschaftskrise
EU will Währungsfonds-Mittel aufstocken

Die EU-Finanzminister werden beim G20-Ministertreffen Ende der Woche voraussichtlich die vom Internationalen Währungsfonds erbetene Verdopplung seiner Mittel für Finanzhilfen auf 500 Milliarden Euro unterstützen. Außerdem soll der IWF künftig eine stärkere Rolle spielen.

HB BRÜSSEL. In einem Dokument, das bei dem Treffen der EU-Finanzminister am Dienstag in Brüssel verabschiedet werden soll und das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag, hieß es: „Es ist essenziell, dass der IWF über angemessene finanzielle Mittel verfügt, um Ländern zu helfen, die in Teilen von der aktuellen Krise betroffen wurden.“ Sie erklärten sich zu einer Beteiligung an der Kapitalaufstockung bereit, wenn das nötig werden sollte. Finanziert werden sollte die Erhöhung durch Kreditaufnahmen bei Mitgliedsländern, speziell denen mit hohen Währungsreserven.

Darüber hinaus treten die EU-Länder dem Papier zufolge für eine Aufwertung IWF in seiner Rolle als Wächter über die Wirtschafts- und Finanzentwicklung in der Welt ein, um künftige Krisen zu verhindern. Der Fonds soll auch Empfehlungen für Anti-Krisen-Maßnahmen abgeben. Seine Ratschläge sollen nach Auffassung der Europäer eine Art Leitlinie dafür darstellen, welche makroökonomische Politik in und gegen die Krise betrieben werden sollte.

Darüber hinaus werden die Europäer bei dem Treffen der G20, der Gruppe der wichtigsten Schwellen- und Industrieländer, für eine enge Zusammenarbeit der Länder bei der Wiederherstellung von Vertrauen an den Finanzmärkten eintreten. Auch treten sie für eine gemeinsame Linie gegen Protektionismus ein und wenden sich gegen eine Abwertungspolitik bestimmter Länder, um sich damit kurzfristige Vorteile im Export zu sichern.

Schließlich plädieren sie für die Zeit nach der Krise für eine koordinierte Exit-Strategie heraus aus den großen staatlichen Hilfspaketen. Die Finanzminister und Notenbank-Chefs der G20 treffen sich am Freitag und Samstag in der Nähe von London, um den Welt-Finanzgipfel der Staats- und Regierungschefs Anfang April, ebenfalls in London, vorzubereiten.

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