Wirtschaftskrise
Frankreich will EU-Defizitziel bis 2014 einhalten

Wie Deutschland rechnet auch Frankreich damit, erst in vier bis fünf Jahren wieder die EU-Defizitgrenze einzuhalten. Durch die Wirtschaftskrise verschiebt sich damit der französische Fahrplan um zwei Jahre nach hinten.

HB PARIS. Sobald eine Erholung der Wirtschaft einsetze, wolle die französische Regierung das Haushaltsdefizit jährlich um einen Prozentpunkt herunterfahren, sagte Etatminister Eric Woerth am Donnerstag zu Reuters TV. Ziel sei es, 2013 oder 2014 wieder das Maastricht-Kriterium eines Defizits von höchsten drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu erfüllen. Die Staatsverschuldung bezeichnete er als problematisch, die Kreditwürdigkeit der zweitgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone sei aber nicht bedroht.

Ursprünglich wollte Frankreich das Haushaltsdefizit 2012 wieder unter die Marke von drei Prozent bringen. Die globale Wirtschaftskrise und die dagegen aufgelegten Milliarden- Konjunkturhilfen machten der Regierung in Paris aber einen Strich durch die Rechnung. Erst im vergangenen Monat schätzte Woerth, dass das Defizit in diesem und im nächsten Jahr auf über sieben Prozent des BIP steigen dürfte. Grund seien sinkende Steuereinnahmen und die steigenden Arbeitslosigkeit als Folge der Krise.

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