Wirtschaftswachstum: China hält Wachstumsmanipulationen für Einzelfälle

Wirtschaftswachstum
China hält Wachstumsmanipulationen für Einzelfälle

Chinas Wirtschaft wächst schneller als erwartet. Im vergangenen Quartal lag der Zuwachs bei 6,8 Prozent. Aber stimmen die Zahlen? Eine Provinz hat eingeräumt, über Jahre geschönte Daten übermittelt zu haben.
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PekingChinas oberster Statistiker Ning Jizhe klammert sich an seine Unterlagen. Auf seiner Stirn sind dicke Schweißperlen. 20 Minuten lang rattert er die Zahlen und Daten der zweitgrößten Volkswirtschaft im vergangenen Jahr herunter. Wachstum im Gesamtjahr im Vergleich zum Vorjahr: 6,7 Prozent. Wachstum im vierten Quartal: 6,8 Prozent. Das ist Standard. Das ist gewohnt. Aber an diesem Freitag ist eigentlich nichts wie gewohnt.

Skandale über manipulierte Wirtschaftsdaten gab es in China oft. Aber vor wenigen Tagen hat der Gouverneur nordostchinesischen Provinz Liaoning, Chen Qiufa, öffentlich zugegeben, dass seine Region über Jahre die Wachstumszahlen massiv geschönt hat. „Das Fabrizieren der Finanzdaten von Städten und Gemeinden in Liaoning war an der Tagesordnung und ging über eine lange Zeit. Viele Parteien waren daran beteiligt. Verschiedenste Tricks wurden eingesetzt“, sagte Chen im Arbeitsbericht seiner Regierung.

Es war das erste Mal, dass ein so hochrangiger Regierungsvertreter die Manipulation öffentlich eingestand. Chen versprach, in seiner Provinz werde aufgeräumt. Prompt gab er deutlich schlechtere Wachstumszahlen für seine Region bekannt. Liaoning ist Chinas einzige Provinz, die sich im vergangenen Quartal laut offizieller Zahlen in der Rezession befand.

Chefstatistiker Ning schaut nervös auf, als er bei der Pressekonferenz in Peking zu Liaoning gefragt wird. Genau könne er sich dazu nicht äußern, sagt der Sprecher des nationalen Statistikbüros. „Sie sollten sich an das Statistikamt in Liaoning wenden“, weicht Ning aus. „Die nationalen Statistiken sind richtig und verlässlich. Nur in einzelnen Regionen hat es Probleme mit gefälschten Daten gegeben“, sagt Ning.

Die Pekinger Behörde traut den Daten aus den Provinzen nicht. Schon im vergangenen Jahr gab das Amt bekannt, dass sie von einer Million großer Firmen im ganzen Land die Informationen direkt abfragt, um Manipulation auf Provinzebene zu umgehen. 20.000 Mitarbeiter sind damit befasst, Informationen zu prüfen und Missbrauch zu verhindern.

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    "Herr Fritz Porters23.12.2016, 12:25 Uhr
    Liebe komödiantische Kommentatorengemeinde,

    es ist mal wieder ein Fest wie lustig hier kommentiert wird ...was wäre mein Tag ohne diese wunderbaren Geistesblitze, die hier gepostet werden. Herrlich :-)"


    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Eibel,Ebsel,Grande, Dirnberger,Trautmann....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !

    Aber besonders erwähnen möchte einen, der wirklich den ganzen Tag, und damit meine ich von morgens bis abends, aber auch wirklich jeden Artikel kommentiert (er ist fleisiger als ich), und auch die meisten Artikel mehrmals kommentiert.....

    das ist unser geliebter

    SPIEGEL

    Danke

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Hallo Herr Schmidt..ich und Kollegen haben China in der Vergangenheit beruflich besucht.

    In den Strassen von Shanghai und anderen Städten sieht man sehr wohl den Fortschritt und Wohlstand.
    Insofern ähneln sich Wirklichkeit und die veröffentlichten chinesischen Zahlen. Eine Abweichung von 40% erachte ich als nicht wahrscheinlich.

    Vermutung (ohne Beleg) Vor 2008 waren das chinesische Wachstum eher höher als dokumentiert, nach 2010 eher niedriger 2010 entstanden sein.

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