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Wirtschaftswachstum: Weltbank warnt China vor Crash

China könnte ein abrupter Absturz aus bisherigen Wachstumshöhen drohen, urteilt die Weltbank. Das Problem: Die starke Staatskontrolle der Wirtschaft. Daher müsse die bald antretende neue Staatsführung sofort umsteuern.

Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao (rechts) und Premier Wen Jiabao. Quelle: dpa
Chinas Staats- und Parteichef Hu Jintao (rechts) und Premier Wen Jiabao. Quelle: dpa

PekingDie Weltbank will China empfehlen, den Privatsektor zu stärken, um einem Absturz des Wachstums vorzubeugen. „Um in den kommenden zwei Jahrzehnten auf Erfolgspfad zu bleiben, hat China die Chance, sich auf seine Stärken zu stützen“, sagte Weltbank-Chef Robert Zoellick vor seinem Abflug nach Peking, wo er kommende Woche einen Report zur chinesischen Wirtschaftspolitik bis 2030 vorstellen will. China müsse seine große, gut ausgebildete Bevölkerung und seine gewaltigen finanziellen Reserven nutzen, um Strukturreformen einzuleiten.

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Die Weltbank hat die Studie zusammen mit der Entwicklungs- und Reformkommission erstellt, der zentralen Behörde zur Steuerung der chinesischen Wirtschaft. Erste Details aus dem Grundsatzdokument wurden bereits in diesen Tagen in Peking bekannt. Die Ökonomen warnen China darin vor einem plötzlichen und heftigen Einbruch des Wachstums, der in Form einer Kettenreaktion auch eine Finanz- und Arbeitsmarktkrise auslösen würde. Der Zeitrahmen, den der Bericht für seine Vorschläge setzt, macht ihn zu einem Programmvorschlag für Chinas neue Führungsgeneration: In einem guten Jahr werden ein neuer Präsident und ein neuer Premier ihre Ämter antreten.

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Das Problem liege in der universellen Kontrolle durch den Staat, führt die Weltbank aus. Wenn die Regierungen in unternehmerischen Fragen mitredet, entsteht nicht genug Kreativität, um die Wirtschaft auf die nächste Stufe zu heben. Außerdem führe mangelnde Kontrolle zu Ineffizienz. China laufe daher Gefahr, auf dem derzeitigen Niveau stagnieren – wie zuvor beispielsweise Brasilien und Mexiko, die es trotz guter Ansätze nicht auf das Niveau Westeuropas oder der USA geschafft haben.

Die Inhalte des Berichts sind bereits weitgehend bekannt, weil Zoellick selbst sie bereits im vergangenen September auf einer Konferenz der Weltbank umrissen hat. Seine Rede damals trug den gleichen Namen wie der Report, den er am nun Montag vorstellen wird. „Wir beschäftigen uns vor allem damit, wie China die Falle vermeiden kann, an der Schwelle zu höheren Einkommen zu scheitern“, hatte Zoellick damals in kleiner Runde im Diaoyutai-Gästehaus der chinesischen Regierung gesagt.

  • 23.02.2012, 19:10 UhrAnonymer Benutzer: ouch

    China hat Zeit.
    Europa nicht.
    Wieso kann sich Europa eigentlich keine Zeit nehmen?

  • 23.02.2012, 18:45 Uhrk.h.a.

    Da wird die Zeit kaum reichen.
    Wahrscheinlicher ist, daß China u.a. auch wegen der Rezessionen in EU und USA bereits kurzfristig kollabiert.
    Treffend ist die Kritik staatlicher Einflußnahme mitsamt den desaströsen Folgen:
    Zu besichtigen im mittleren Stadium aktuell in USA und EU.
    Der Trend zur Planwirtschaft allerorten wird zu den von der Weltbank erwarteten Folgen führen - ebenfalls global.

  • 23.02.2012, 18:42 UhrAnonymer Benutzer: weltenbrand

    Die finale globale Akkumulation lautet: Leichenberge

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