Wissenschaftler widersprechen Trump Bericht belegt Klimawandel in den USA

Die USA sind von den Folgen des Klimawandels selbst stark betroffen – obwohl Präsident Trump nicht an ihn glaubt. Wissenschaftler haben jetzt neue Beweise vorgelegt. Trump soll den Bericht nun freigeben.
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Der US-Präsident glaubt bislang nicht an den von Menschen beeinflussten Klimawandel und dessen Folgen. Quelle: dpa
Donald Trump

Der US-Präsident glaubt bislang nicht an den von Menschen beeinflussten Klimawandel und dessen Folgen.

(Foto: dpa)

WashingtonEin umfangreicher Regierungsbericht widerspricht dem Weißen Haus und US-Präsident Donald Trump in fundamentaler Weise hinsichtlich des menschlichen Beitrags zum Klimawandel. Nach Angaben der „New York Times“, der der Report vertraulich zugespielt wurde, ist zumindest ein Teil der verantwortlichen Wissenschaftler in großer Sorge, dass Trump die Veröffentlichung blockieren wird.

Bis 18. August müssen 13 Regierungsorganisation das Werk abzeichnen, darunter die Umweltbehörde EPA. Sie wird vom Klimawandel-Leugner Scott Pruitt geführt. Pruitt ist einer der führenden Köpfe hinter dem geplanten Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen.

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Der dem Weißen Haus zur Freigabe vorliegende Bericht widerspreche in allen Punkten den beharrlichen Aussagen Trumps und seiner Gefolgsleute, wonach ein Beitrag des Menschen zum Klimawandel nicht bewiesen sei. Unter anderem werden extreme Wettervorkommnisse in den USA selbst, etwa eine Hitzewelle in Texas, in Zusammenhang mit dem Klimawandel gestellt. Das Heranrücken an Beweise für diesen Zusammenhang ist nach Angaben der „New York Times“ eine der wesentlichen Errungenschaften des Berichts.

„Beweise für den Klimawandel sind reichlich vorhanden“, zitiert die „New York Times“ aus dem Bericht. Man könne vielfältig belegen, was für eine große Rolle der Mensch für die Veränderung des Klimas spiele, vor allem mit Blick auf den Ausstoß von Treibhausgasen.

Der Report ist Teil einer Art nationalen Klimaberichts (National Climate Assessment), den der US-Senat alle vier Jahre anfordert. Die nationale Akademie der Wissenschaften hat ihn freigezeichnet - nun warten die Autoren auf Trumps Freigabe.

Es ist das erste Mal, dass Trumps Regierung zu einem solchen Bericht Farbe bekennen muss. Vom Weißen Haus oder der Umweltschutzbehörde EPA gab es zunächst keine Reaktion.

In den USA selbst sind bereits jetzt große Teile der Bevölkerung von den Folgen des Klimawandels betroffen. Die Ureinwohner von Alaska plagen existenzielle Sorgen um ihren Lebensraum und ihre Nahrungssicherheit. Auch an der dicht besiedelten Ostküste drohen Siedlungen vom Atlantik verschluckt zu werden.

„Kein Politiker in der Geschichte wurde unfairer behandelt“
„America first.“
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Donald Trump bei seiner Antrittsrede in Washington am 20. Januar 2017. Alle Zitate sind aus diesem Jahr.

„Nein, das ist kein Muslimbann.“
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Donald Trump am 25. Januar in einem Interview über das von ihm erlassene Einreiseverbot gegen Menschen aus mehreren muslimisch geprägten Ländern.

„Ich muss Ihnen sagen, das ist eine unglaublich komplexe Sache. Niemand wusste, dass Gesundheitspolitik so kompliziert sein könnte.“
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Donald Trump am 27. Februar in Washington vor Gouverneuren. In dieser Woche scheiterten Trumps Pläne für eine Gesundheitsreform an den unsicheren Mehrheitsverhältnissen im Senat. Der Gesetzesvorschlag kam nicht zur Abstimmung.

„Wir werden die Vorschriften stoppen, welche die Zukunft und die Existenz unserer großartigen Kohle-Bergmänner bedrohen.“
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Trump am 28. Februar in einer Rede vor dem US-Kongress.

„Arnold Schwarzenegger verlässt „The Apprentice“ nicht freiwillig, er wurde wegen seiner schlechten (armseligen) Einschaltquoten gefeuert, nicht von mir.“
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Trump am 4. März auf Twitter über seinen TV-Nachfolger.

„Wie tief ist Präsident (Barack) Obama gesunken, meine Telefone während des heiligen Wahlprozesses anzuzapfen. (...) Böser (oder kranker) Typ!“
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Trump am 4. März auf Twitter mit bislang unbelegten Behauptungen über seinen Amtsvorgänger (r.).

„Zumindest haben wir vielleicht etwas gemeinsam.“
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Trump am 17. März bei einer Pressekonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (r.) in Washington zu seinen Abhörvorwürfen gegen Obama und dem Lauschangriff der US-Geheimdienste auf Merkels Handy in Obamas Regierungszeit.

Die US-Regierung unter Trump und große Teile der US-Republikaner zweifeln den menschlichen Beitrag zum Klimawandel an. Trump hat eine scharfe Abkehr von der Politik Barack Obamas vollzogen, der den Kampf gegen den Klimawandel zuletzt in den Mittelpunkt gestellt hatte.

Die USA hatten erst vor wenigen Tagen die Vereinten Nationen offiziell darüber informiert, dass sie aus dem Klimaabkommen von Paris aussteigen wollen. Der von fast 200 Nationen unterzeichnete Pakt sieht vor, die Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius zu bremsen.

Viele US-Bundesstaaten, Kommunen, Unternehmen und Behörden haben jedoch angekündigt, den Kampf gegen den Klimawandel unbeirrt fortzusetzen. Der frühere Präsidentschaftsbewerber Al Gore stellte am Dienstag in Berlin einen Film unter dem Titel „Immer noch eine unbequeme Wahrheit: Unsere Zeit läuft“ vor, der sich mit den Folgen des Klimawandels beschäftigt. Mit dem oscarprämierten Film „Eine unbequeme Wahrheit“ hatte Gore 2006 weltweit Aufsehen erregt.

  • dpa
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2 Kommentare zu "Wissenschaftler widersprechen Trump: Bericht belegt Klimawandel in den USA "

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  • Ja genau, ab in die Tonne mit all den anderen Lügen des Donald T. !

  • Herr Trump wird wissen was man damit macht, in die Lügentonne damit.

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