Wladimir Jewtuschenkow
Sistema-Chef aus Hausarrest entlassen

Der russische Ölmagnat Wladimir Jewtuschenkow stand wegen Geldwäsche-Vorwürfen unter Hausarrest. Kritiker vermuteten hinter der Maßnahme politische Motive. Jetzt ist der Milliardär wieder frei.
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MoskauDer russische Chef des Mischkonzerns Sistema , Wladimir Jewtuschenkow, ist einem Medienbericht zufolge aus dem Hausarrest entlassen worden. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Interfax am Mittwoch unter Berufung auf seinen Rechtsanwalt.

Jewtuschenkow, einer der reichsten Männer Russlands, war Mitte September unter Hausarrest gestellt worden. Ein Gericht hatte die Strafe erst Mitte November um vier Monate verlängert.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm im Zusammenhang mit der Übernahme des Ölkonzerns Bashneft durch Sistema vor fünf Jahren illegale Machenschaften wie etwa Geldwäsche vor. Zuletzt wurde spekuliert, dass der staatliche Ölkonzern Rosneft Interesse an Bashneft haben könnte. Dessen Chef Igor Setschin gilt als enger Vertrauter von Präsident Wladimir Putin.

Ein einflussreicher russischer Unternehmerverband hatte den Hausarrest als politisch motiviert kritisiert und mit dem Fall des Regierungskritikers und früheren Chefs des mittlerweile zerschlagenen Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, verglichen. Chodorkowski wurde unter anderem wegen Steuerbetrugs angeklagt und saß jahrelang in Haft. Seine Festnahme hatte das Vertrauen internationaler Anleger in Russland untergraben. Einen Großteil von Yukos hatte sich der Rivale Rosneft einverleibt.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wladimir Jewtuschenkow: Sistema-Chef aus Hausarrest entlassen"

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  • Interessant: Wenn jemand in Russland vor Gericht gestellt wird, ist das immer politisch motiviert. Die gleichen Leute vor einem westlichen Gericht, sind dann aber der Geldwäsche oder Bestechung verdächtig. Wie einfach die Welt doch ist.

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