Wladimir Putin kündigt Nationalgarde an
Kreml-Chef schafft sich eine eigene Armee

Kreml-Chef Wladimir Putin ruft eine neue Truppe ins Leben – die Nationalgarde. Die Truppe soll „Terrorismus und organisierte Kriminalität“ bekämpfen. Experten sehen einen einzigen Grund für die neue Armee.
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MoskauDer russische Präsident Wladimir Putin hat die Schaffung einer Nationalgarde angekündigt. Bei einem am Dienstagabend im Fernsehen ausgestrahlten Treffen mit Innenminister Wladimir Kolokolzew ordnete Putin die Zusammenführung von Truppen des Innenministeriums und Eliteeinheiten der Polizei an. Demnach soll die Putin direkt unterstellte Truppe „Terrorismus und organisierte Kriminalität“ bekämpfen. Chef soll Viktor Solotow werden, der bislang die Truppen des Innenministeriums befehligte.

Beobachter werten die Schaffung einer Nationalgarde als deutliches Warnzeichen angesichts der anhaltenden wirtschaftlichen Krise des Landes und den bevorstehenden Parlamentswahlen. „Die Sicherheitskräfte müssen verstärkt werden, um sich auf das Schlimmste vorzubereiten“, analysierte der Chef einer Moskauer Denkfabrik, Konstantin Kalaschew. Putin hatte im Februar davon gesprochen, dass „ausländische Feinde“ versuchten, die Parlamentswahlen im September zu „unterminieren“.

Im Detail sehen die Pläne Putins so aus: Russland wird die bisherigen Truppen des Innenministeriums in die Nationalgarde umwandeln. Außer den 170.000 Soldaten der Truppen des Innenministeriums sollten auch 40.000 Mann der Sonderpolizeitruppe Omon und andere Spezialkräfte in die Nationalgarde eingegliedert werden.

Der Experte für regionale Sicherheit, Mark Galeotti, nannte die Schaffung der Nationalgarde eine „große Sache“. „Was heißt es wohl, wenn du deine eigene persönliche Armee brauchst?“ Einziger Grund sei offensichtlich die Angst vor Unruhen, schrieb der Professor der Universität von New York in seinem Blog. Die Nationalgarde diene Putin auch zum persönlichen Schutz.

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  • Die gibts auch nicht, die steht immer noch aus zum wählen! Es gibt da nur des Problem der freien Wahlen, wir müssten dazu komplett frei ohne US Mitsprache und Besatzungsauflagen wählen und dann stellt sich die Frage wer hier wählen darf und wer zu Unrecht eingebürgert wurde. Also lt. Grundgesetz muss ein Einwanderer mindestens 8 Jahre regulär in Deutschland wohnen (Asyljahre zählen m.E. nicht) um überhaupt ein Kind zu gebähren das Anrecht auf die DEUTSCHE STAATSBÜRGERSCHAFT hat. Ganz zu schweigen von einem riesigen Anteil von Auslandsdeutschen, die aktuell eine andere Nationalität besitzen, dann auch wieder mitwählen dürften, sobald Sie den Stammbaumnachweis erbringen! Das Kuttelmuttel kommt dabei raus, wenn man einem Volk besetzt und es nicht seinen freien Willen entfalten lässt. 75 Jahre Besatzung ist es sonst nichts.

  • Dann sollte man die wählen, die (noch) nichts zu sagen haben, damit sie nicht nur was sagen können, sondern auch dafür sorgen, daß es umgesetzt wird.

  • "EXPERTEN" sehen darin ---- ? Was für Experten? . Früher nannte man das "Dorfklatsch " und die Verbreiter waren nicht die Beliebtesten !

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