„Wladiwostok“ aus Frankreich
Russen müssen weiter auf ihr Kriegsschiff warten

Ursprünglich sollte Russland den Hubschrauberträger „Wladiwostok“ bald bekommen, doch noch gibt es kein grünes Licht. Die Französische Regierung sieht die Bedingungen noch nicht erfüllt. Das Tauziehen geht somit weiter.
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ParisDas durch Russlands Rolle in der Ukraine-Krise verursachte Tauziehen um die Lieferung eines französischen Kriegsschiffs an Moskau geht weiter: Einen Tag nach Angaben aus der russischen Regierung, wonach der Hubschrauberträger „Wladiwostok“ in zwei Wochen übergeben werden solle, bestritt Paris eine entsprechende Einigung. „Heute sind die Bedingungen nicht erfüllt“, sagte Finanzminister Michel Sapin am Donnerstagmorgen dem Sender Radiosender RTL.

Gegen das milliardenschwere Rüstungsgeschäft gibt es erhebliche Einwände von Frankreichs Partnern in der Nato. Paris hatte die Auslieferung daraufhin im September auf Eis gelegt. Staatschef François Hollande machte aber deutlich, dass geliefert werde, wenn bestimmte Bedingungen wie ein Waffenstillstand in der Ukraine erfüllt seien. Derzeit werden aus dem Osten der Ukraine noch fast täglich Kämpfe zwischen ukrainischen Regierungstruppen und pro-russischen Separatisten gemeldet.

Die Schiffe der Mistral-Klasse sind die größten französischen Kriegsschiffe nach dem Flugzeugträger „Charles de Gaulle“. Sie können unter anderem mehrere Landungsboote, 16 Hubschrauber, 13 Panzer und 450 Soldaten unterbringen. Die baltischen Staaten und andere Nachbarländer Russlands fürchten, dass Russland die Schiffe für Landeoperationen einsetzen könnte.

Seit Juli werden bereits insgesamt rund 400 russische Marine-Soldaten in Saint-Nazaire für die „Wladiwostok“ ausgebildet. Moskau hatte auf der Lieferung der Mistral-Schiffe bestanden und mit Schadenersatz-Forderungen gedroht.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " „Wladiwostok“ aus Frankreich: Russen müssen weiter auf ihr Kriegsschiff warten"

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  • Kein Kriegsschiff für Putin
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    Die französischen Hubschrauberträger kommen - das hat Russland am Mittwoch bekanntgegeben. Paris meldet nun jedoch, die Bedingungen für eine Auslieferung seien noch nicht erfüllt.

    Und Warlord Putin provoziert die Nato.
    ■ Kampfjets über Ost- und Nordsee und vor Portugal
    ■ U-Boot vor Schweden
    ■ Lettland meldet ein russisches Kriegsschiff vor der Küste

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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