Wochenlanger Streit um Einsatz der Truppen beigelegt
Nato sichert Präsidentenwahl in Afghanistan und entsendet im Herbst zusätzliche Soldaten

Die Nato hat beschlossen, bis zu 2000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Sie sollen für Sicherheit bei der Präsidentenwahl im Oktober sorgen.

HB BERLIN. Die Nato wird die für Oktober geplanten Präsidentschaftswahlen in Afghanistan mit bis zu 2000 zusätzlichen Soldaten absichern. Die beiden Bataillone würden von Spanien und Italien gestellt, teilte das Militärbündnis in Brüssel mit. Im September sollen die Soldaten in Afghanistan eintreffen, sagte Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer. Sie blieben dann zwei Monate, fügte er hinzu.

Das italienische Bataillon gehört den Angaben zufolge zu der neuen Nato-Eingreiftruppe. Damit wurde ein wochenlanger Streit über die Verwendung der Eliteeinheit innerhalb der Nato beigelegt. Frankreich hatte auf dem Nato-Gipfel von Istanbul noch verlangt, dass die Schnelle Eingreiftruppe nicht für Routineeinsätze herangezogen werden solle.

Der amerikanische Nato-Botschafter Nicholas Burns begrüßte die Einigung. Er sprach von einem wichtigen Schritt in den Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, dem afghanischen Volk zu helfen.

Die zusätzlichen Bataillone sollen die 6500 Soldaten der Internationalen Schutztruppe in Afghanistan (Isaf) unterstützen, die derzeit schon vor Ort sind. Rund die Hälfte davon kommt aus Deutschland und Kanada.

Der Beschluss, das Engagement auszuweiten, wurde schon im Oktober vergangenen Jahres getroffen, die Umsetzung verzögerte sich aber immer wieder, da die Bereitschaft der Mitgliedsstaaten zur Entsendung weiterer Soldaten dem Vernehmen nach nicht sehr hoch ist.

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