Wolfowitz-Appell fruchtet
G20 über Ölpreis besorgt

Der hohe Ölpreis gehört nach Einschätzung von Industriestaaten wie Schwellenländern zu den größten Bedrohungen der Weltwirtschaft. Die wichtigsten Volkswirtschaften der Erde wollen daher dagegen angehen und zudem den Welthandel gerechter machen.

HB XIANGHE. Zum Abschluss ihres Treffens in Xianghe nahe Peking forderten die Finanzminister und Zentralbankchefs der G20-Staaten am Sonntag mehr Investitionen zum Ausbau der Ölförderung und Raffinerien. Zusammen mit Einsparungen und effizienterer Nutzung des Öls könnten dann Angebot und Nachfrage besser ausgeglichen werden. „Wir sind besorgt, dass anhaltend hohe und unbeständige Ölpreise den Inflationsdruck verstärken, das Wachstum verlangsamen und Instabilität in der Weltwirtschaft auslösen“, lautet die Warnung im Abschlusskommuniqué.

Die Staaten betonten auch die Notwendigkeit zum Energiesparen und die Bedeutung von alternativen Energiequellen. Australiens Schatzkanzler Peter Costello kündigte an, Schwerpunkt des nächsten Treffens werde die Frage der Ressourcensicherheit sein. Australien ist im November 2006 Gastgeber.

Die hohen Ölpreise zusammen mit Ungleichgewichten im Handel und protektionistischen Tendenzen „können die Ungewissheiten verschärfen und globale wirtschaftliche und finanzielle Anfälligkeiten verschlimmern“. „Wir sind entschlossen, die nötige Finanz-, Geld- und Wechselkurspolitik zu verfolgen und strukturelle Anpassungen zu beschleunigen, um diese Ungleichgewichte aufzulösen und diese Risiken zu überwinden“, erklärten die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, die 90 % der Weltwirtschaftsleistung, 80 % des Welthandels und zwei Drittel der Weltbevölkerung repräsentieren.

Für einen Erfolg der Ministergespräche über eine Liberalisierung des Welthandels im Dezember in Hongkong versprachen die G20-Staaten den Zugang zu ihren Märkten „bedeutend zu verbessern“ und „alle Formen von Exportsubventionen für landwirtschaftliche Produkte zu beseitigen“. Die Doha-Runde der Welthandelsorganisation (WTO) „muss den nötigen politischen Anstoß bekommen, um die Liberalisierung des Welthandels zu fördern und Protektionismus zu bekämpfen“. Ein Erfolg der Gespräche mit dem Ziel, 2006 zum Abschluss zu kommen, sei „entscheidend“, damit alle Länder von der Globalisierung profitieren.

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