WTO eingeschaltet
Äpfel bringen Australier und Neuseelander zur Weißglut

Seit 86 Jahren streiten sich Australien und Neuseeland um Äpfel. Nun ist der Streit eskaliert und beschäftigt die Welthandelsorganisation (WTO) in Genf.

HB WELLINGTON. Ein 86 Jahre alter Apfelstreit zwischen Neuseeland und Australien ist eskaliert und bringt die beiden Nachbarn und engen Verbündeten jetzt als Gegner vor Gericht. Neuseeland reichte am Montag Klage gegen Australien vor dem Schiedsgericht der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf ein, teilte Handelsminister Phil Goff in Wellington mit.

Zum Missfallen Neuseelands hält Australien seit 1921 beharrlich an dem Einfuhrverbot fest, obwohl es vor 26 Jahren eines der umfassendsten Freihandelsabkommen mit dem kleineren Neuseeland abgeschlossen hatte. Grund war damals das Auftauchen der Feuerbrand-Krankheit in neuseeländischen Apfelplantagen. Australien ist frei davon und fürchtet ein Einschleppen der Seuche. Neuseeland argumentiert dagegen, dass die Krankheit nicht durch den Export reifer Äpfel nach Australien gelangen kann.

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