WTO-Gericht
USA verlieren Streit um Dumpingzölle

Die USA haben vor der obersten Instanz der Welthandelsorganisation (WTO) im jahrelangen Streit um Importzölle mit Japan eine Niederlage erlitten. Damit ist der Weg für Sanktionen von Japan frei.

HB GENF. Die oberste Instanz der Welthandelsorganisation (WTO) lehnte am Dienstag einen Einspruch der größten Volkswirtschaft ab und machte den Weg für Japan frei, im Gegenzug Sanktionen zu erlassen. Die Regierung von Tokio droht, auf US-Importe nun Aufschläge von jährlich bis zu 248 Mio. Dollar zu erheben. Ursprünglich ging es in dem Konflikt um US-Zölle auf japanische Kugellager.

Im Zentrum des Streits steht die Politik der USA, bestimmte Importe als Dumpingeinfuhren zu klassifizieren und entsprechende Abgaben aufzuschlagen. Die umstrittene Berechnungsmethode dafür heißt "Zeroing". Die WTO hat die Vorgehensweise wiederholt verurteilt und Japan führt in der Doha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels den Kampf gegen die Methode an.

Der Umfang der japanischen Strafmaßnahmen soll nun in einem Schlichtungsverfahren geklärt werden. Zuvor muss aber noch der Allgemeine Rat der WTO die Entscheidung der Berufungsinstanz bestätigen. Dies wird am 31. August erwartet.

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