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Wut in Afghanistan: Familie wird bei Nato-Angriff „brutal getötet“

Afghanistans Präsident Karsai lässt einen Nato-Einsatz untersuchen, bei dem eine achtköpfige Familie getötet worden ist. Der Vorfall dürfte die Beziehung zwischen der Nato und Karsai weiter verschlechtern.

US-amerikanische Soldaten liefern sich ein Gefecht mit Taliban-Kämpfern. Quelle: Reuters
US-amerikanische Soldaten liefern sich ein Gefecht mit Taliban-Kämpfern. Quelle: Reuters

KabulBei einem Nato-Luftangriff im Osten Afghanistans sind nach Angaben der Provinzregierung acht Zivilisten getötet worden, darunter sechs Kinder. Die Eltern und alle ihre Kinder seien ums Leben gekommen, als ihr Haus in der Nacht zum Sonntag bombardiert worden sei, sagte der Sprecher des Provinzgouverneurs, Rohullah Samun. Präsident Hamid Karsai, ein scharfer Kritiker ziviler Opfer der NATO-Truppen, ordnete umgehend eine Untersuchung an.

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Der Angriff sei am Samstagabend um 20.30 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MESZ) erfolgt, sagte der Regierungssprecher in Paktia, Rohullah Samoon, der Nachrichtenagentur AFP. Der Mann habe „keine Verbindung zu den Taliban oder einer anderen Terrorgruppe“ gehabt, fügte Samoon hinzu. Ein ranghoher Sicherheitsvertreter in der Hauptstadt Kabul bestätigte die Angaben. Die Familie sei „brutal getötet“ worden. Die NATO erklärte zunächst nur, sie gehe den Vorwürfen nach.

Zivile Opfer in Afghanistan führten in der Vergangenheit bereits mehrfach zu schweren Verstimmungen zwischen der NATO und der Regierung in Kabul. Erst Anfang Mai hatte die NATO die Verantwortung für den Tod einer sechsköpfigen Familie in der südlichen Provinz Helmand übernommen.

Afghanistan

Afghanistans Präsident Karsai hatte den USA zuvor damit gedroht, ein zwischen beiden Staaten geschlossenes Abkommen über eine langfristige strategische Partnerschaft aufzukündigen.

Im Kampf der NATO-Truppen und der afghanischen Armee gegen den von den Taliban angeführten Aufstand gibt es besonders viele zivile Opfer. Allein 2011 wurden mehr als 3000 Zivilisten in dem Konflikt getötet. Das entspricht etwa der Anzahl der in mehr als zehn Jahren getöteten ISAF-Soldaten.

Derweil äußerte das afghanische Verteidigungsministerium Sorge über den schleppenden Aufbau seiner Luftwaffe, die im Kampf gegen die Aufständischen eine wesentliche Rolle spielen soll. 15 von den USA zur Verfügung gestellte Transportmaschinen seien nicht einsatzbereit, weil sie zu alt seien und es Sicherheitsprobleme gebe, erklärte die Regierung Karsai am Sonntag. Die USA müssten ihre Bemühungen verstärken.

Parallel zu ihrem geplanten Abzug helfen die USA Kabul beim Aufbau seiner Luftwaffe, bevor die meisten Flugzeuge der NATO zusammen mit rund 130.000 Soldaten bis Ende 2014 das Land verlassen haben werden.

  • 22.06.2012, 10:57 Uhrmargrit117888

    Das erinnert mehr und mehr an den WK 2, als unsre Städte bombardiert wurden und fast nur unschuldige Zivilisten ums Leben kamen.
    Wann begreifen die Westmächte, dass a.) damit nichts erreicht wird und b.) wie der Hass der moslemischn Welt auf die westli. Welt immer größer wird?
    Die NATO, einst ein westeurop. Verteidigungs-Bündnis ist mehr und mehr zum Kriegstreiber verkommen.
    Was hat der Westen in Afghanistan zu suchen? Nichts, denn kein einziger Attentäter des 11. 9. kam von dort
    All diese Institutionen müssen endlich neu organiseirt werden

  • 28.05.2012, 09:39 UhrManiMani

    Die NATO ist gut. Die NATO tötet nur.
    Nur Diktatoren "Brutal töten".

  • 28.05.2012, 09:26 UhrApolcalypse

    Familie wird bei Nato-Angriff „brutal getötet“
    ================================

    Futter für die deutschen Gutmenschen.
    Dann hat Thilo Sarrazin sicher gerade eine Pause.

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