Xi Jingping besucht Obama: Die Vernunft schweißt sie zusammen

Xi Jingping besucht Obama
Die Vernunft schweißt sie zusammen

Beim Besuch des künftigen chinesischen Präsidenten in den USA haben beide Seiten die Bedeutung einer der „wichtigsten bilateralen Beziehungen der Welt“ betont. Doch es gibt weiterhin große Differenzen.
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WashingtonAntrittsbesuch im Weißen Haus: Der derzeitige Vizepräsident in Peking, Xi Jinping, hat sich am Dienstag in Washington als künftiger chinesischer Staatschef vorgestellt. US-Präsident Barack Obama kam mit Xi Jinping im Oval Office zusammen. Zuvor hatte Xi bereits US-Vizepräsident Joe Biden und Außenministerin Hillary Clinton zu Gesprächen getroffen.

Beide Seiten hatten vor Beginn der Gespräche Hoffnungen auf eine deutliche Erwärmung der Beziehung zwischen den beiden Weltmächten gedämpft. Xi selbst hatte vor seiner Ankunft in einem Interview der „Washington Post“ betont, dass es weiterhin Differenzen geben werde.

Der viertägige USA-Besuch Xis, der im November die Nachfolge von Staats- und Parteichef Hu Jintao übernehmen soll, wurde auf amerikanischer Seite vor allem als Gelegenheit gesehen, den künftigen Herrscher über die am schnellsten wachsende Volkswirtschaft besser kennenzulernen.

Auch Peking maß der sorgfältig vorbereiteten Visite trotz der Differenzen große Bedeutung zu. So betonte Xi, dass stabile Beziehungen zwischen den USA und China für die ganze Welt wichtig seien. Xi nannte als Ziel seiner Visite, den Aufbau einer „kooperativen Partnerschaft auf der Basis gegenseitigen Respekts und beiderseitigen Vorteils zu fördern“. Außerdem wolle er zu einer Vertiefung des gegenseitigen Verständnisses und der Freundschaft zwischen der Bevölkerung beider Staaten beitragen.

„Das ist eine der wichtigsten bilateralen Beziehungen der Welt“, sagte Biden zu Beginn von Xis Besuch. Auch wenn beide Länder nicht in allen Themen die gleiche Meinung teilten, sei es ein „Zeichen der Stärke und Reife in unserem Verhältnis, dass wir freundlich über unsere Differenzen reden können.“ Xi sagte, er freue sich auf einen „ehrlichen und tiefgründigen Austausch über unsere Haltungen und unsere gemeinsamen Interessen“.

Vor dem Weissen Haus kam es zu Protesten gegen den Besuch Chinas: Mehrere hundert Personen demonstrierten für ein freies Tibet. Sie schwenkten Flaggen und skandierten

„Schande über die chinesische Regierung“.

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