Xi Jinping
Chinas Vize läuft sich für Präsidentschaft warm

Die politische Führung in China stellt die Weichen für eine Nachfolge von Präsident Hu Jintao: Das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei beförderte am Montag Vize-Präsident Xi Jinping zum stellvertretenden Chef der Streitkräfte.
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HB PEKING. Damit wachsen die Chancen des 57-jährigen Karrierepolitikers, Anfang 2013 die Nachfolge von Hu anzutreten und Staatsoberhaupt des bevölkerungsreichsten Landes der Erde zu werden. Xi, der seit 2007 im mächtigen Zentralkomitee der Partei sitzt, ist neben Hu jetzt das zweite zivile Mitglied der Militärkommission. Seine Ernennung gilt als wichtiger Schritt zur Vorbereitung der Nachfolge Hus. Auch Hu war seinerzeit in die Führungsriege des Militärs berufen worden, bevor er dann zum Staatspräsidenten und Obersten Befehlshaber der Armee ernannt wurde. Es wird erwartet, dass er 2012 vom Parteivorsitz zurücktritt und im folgenden Jahr auch die Präsidentschaft abgibt.

Xi gilt als Mann der klaren Worte, der seine Parteigenossen wegen ihrer steifen Reden und ihrer bürokratischen Denkweise kritisiert. Der studierte Chemieingenieur hat Karriere in den boomenden Küstenregionen Chinas gemacht. Er ist Sohn des früheren Vizepremiers Xi Zhongxun, der in den ersten Sonderwirtschaftszonen in den 90er-Jahren erfolgreich mit dem Kapitalismus experimentiert hatte.

Xi führte als Gouverneur die reiche Provinz Zhejiang und wurde im März 2007 nach dem Korruptionsskandal in Schanghai zum neuen Parteichef der Hafenmetropole berufen. Bis zu seinem Aufstieg zum "Kronprinzen" war Xi Jinping allerdings eher als Mann der populären Volkssängerin Peng Lijuan bekannt.

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  • Der Kronprinz hat viel an politischen Erbe seines Vaters Xi Zhong xun(1913-2002)zu danken.

    Xi Zhong xun gehoerte zu einem Hauptfigur eines selbstaendigen KP-Gebiets im Nordwest China, das mit lange auch heftige innerparteiliche Auseinandersetzung kaum zu tun hatte, und gewissen neutralen Status genossen.

    Anfangen der Gruendung des Volksrepublik stieg er zu Nummer 1 fuer ganz Nordwestchina auf und fuehrte eine liberale Politik. Spaete wurde er Vize-Kanzler.

    Da er 1962 schoen entmachtet worden war, hatte er sich nicht im Machtkampf in der Kulturrevolution (1966-1976) verwickelt.

    Was bislang bekannte ist, dass er fuer den in China Herzengewinnenden KP-Vorsitzende Hu Yao bang(1915-1989) in der entscheidenden Sitzung eingesetzt hatte. Obwohl seine bemuehung nicht den Zuruecktritt von Hu Yao bang verhindern koennte, gewann Xi Zhong Xun grosse Sympathie in der bevolkerung.

    Eine grosse Politische Erbe fuer dessen Sohn.




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