Yoweri Museveni
Ugandas Präsident wiedergewählt

Der seit 30 Jahren regierende ugandische Staatschef Yoweri Museveni hat die Präsidentschaftswahl erneut gewonnen. Bei den Wahlen gab es gewaltsame Zusammenstöße. Vielerorts waren Wahlurnen zu spät abgeliefert worden.

KampalaDer seit 30 Jahren regierende ugandische Staatschef Yoweri Museveni hat die Präsidentschaftswahl erneut gewonnen. Er erlangte 60 Prozent der 9,7 Millionen Stimmen, wie der Chef der Wahlkommission, Badru Kiggundu, am Samstag mitteilte. Für seinen Rivalen Kizza Besigye stimmten 35 Prozent der Wähler. „Der Kandidat Yoweri Kaguta Museveni, der die höchste Zahl und mehr als 50 Prozent der Stimmen bei der Wahl auf sich vereinigen konnte, hat die Wahl gewonnen. Ich erkläre ihn daher zum Sieger“, sagte Kiggundu.

Bei dem Urnengang vom Donnerstag, der wegen organisatorischer Probleme in einigen Wahllokalen am Freitag fortgesetzt wurde, stimmten die Wähler in Uganda über den künftigen Staatschef und die Zusammensetzung des Parlaments ab.

Gegen den 71-jährigen Museveni gingen sieben Kandidaten ins Rennen. Weil es die Opposition nicht schaffte, sich auf einen gemeinsamen Herausforderer zu einigen, waren ihre Chancen gering. Sie hoffte aber, Museveni zumindest in die Stichwahl zu zwingen.

Vielerorts waren am Donnerstag Abstimmungsunterlagen und Wahlurnen zu spät angeliefert worden. Zudem gab es gewaltsame Zusammenstöße. Im Bezirk Ggaba im Süden der Hauptstadt Kampalas, der als oppositionsfreundlich gilt, ging die Polizei mit Tränengas gegen aufgebrachte Wähler vor.

Besigye war bereits am Montag während einer Wahlkampfveranstaltung und erneut am Donnerstagabend in Polizeigewahrsam genommen worden. Am Freitag umstellte die Polizei das Hauptquartier von Besigyes Forum für Demokratischen Wandel.

Die Beamten setzten Tränengas und Wasserwerfer ein, bevor sie das Gebäude stürmten und mehrere Oppositionspolitiker festnahmen. Begründet wurde dies mit Besigyes angeblicher Absicht, an der Wahlkommission vorbei Ergebnisse seiner Partei zu veröffentlichen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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