Zahl der Toten auf fast 400 gestiegen
Innenminister von Nordossetien nach Geiselnahme zurückgetreten

Nach der Geiselbefreiung in Südrussland mit vielen Toten ist der Innenminister von Nordossetien von seinem Posten zurückgetreten. Die Zahl der Toten stieg auf fast 400.

HB BERLIN. Der Innenminister von Nordossetien, Kasbek Dsantijew, hat seinen Rücktritt eingereicht. Er übernimmt damit die Verantwortung für das gewaltsame Ende des Geiseldramas in der Schule in Beslan, wie die russische Nachrichtenagentur Interfax berichtet.

Nach allem, was geschehen sei, könne er es als Offizier «nicht verantworten, noch auf diesem Posten zu bleiben», wird Dsantijew von Interfax zitiert.

Unterdessen wurden neue Opferzahlen bekannt. Laut Agenturberichten kamen bei der Erstürmung der Schule 394 Menschen ums Leben. 423 Verletzte würden in den Krankenhäusern behandelt, die Hälfte davon seien Kinder, hieß es. Die russischen Behörden nahmen zudem erstmals zu der Gesamtzahl der Geiseln Stellung. Demnach hielten sich dort 1180 Menschen auf.

Angehörige nehmen am heutigen Sonntag Abschied von den ersten Opfern des Geiseldramas. Sie werden den Angaben zufolge auf dem Stadtfriedhof von Beslan beerdigt. Russlands Präsident Wladimir Putin hatte am Samstag eine zweitägige Staatstrauer angeordnet.

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