Zahlreiche Hinweise vor den El-Kaida-Anschlägen
9 11-Terroristen lösten Alarm aus

Nach Ansicht einer überparteilichen US-Kommission gab es vor dem 11. September 2001 mindestens zehn Gelegenheiten, die Terror-Pläne zu entdecken oder die Anschläge gar zu verhindern.

HB/bac WASHINGTON. Der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses, der heute vorgelegt wird, nennt sechs Fälle aus der Amtszeit von Präsident George W. Bush und vier aus der seines Vorgängers Bill Clinton. Das Gremium komme jedoch nicht zu dem Schluss, dass die Terror-Attacken vermeidbar gewesen wären, berichtete die „Washington Post“ mit Verweis auf einen Regierungsbeamten, der den Bericht kennt.

Unter anderem kritisiert die Kommission, dass die Bundespolizei nach der Verhaftung des mutmaßlichen Terrordrahtziehers Zacarias Moussaoui im August 2001 keinen Durchsuchungsbefehl angeordnet habe. Auch sei der damalige FBI-Chef über die Angelegenheit nicht informiert worden. Dem Auslandsgeheimdienst CIA warf der Ausschuss vor, bei einem Treffen von Mitgliedern des Terror-Netzwerks El Kaida im Januar 2000 in Malaysia schlampig recherchiert zu haben. So hätten zwei der 19 Attentäter des 11. September an der Begegnung teilgenommen. Der CIA habe es aber versäumt, die Namen der Beiden auf eine Fahndungsliste zu setzen, um deren Einreise in die USA zu verhindern. Das FBI sei später informiert worden, habe dann aber zu langsam und zu lasch reagiert.

Vier von fünf Flugzeugentführern vom 11. September 2001 hatten beim Durchgang durch die Sicherheitsschleusen am Flughafen in Washington zunächst Alarm ausgelöst. Wie auf einem Überwachungsvideo zu sehen ist, das der US-Nachrichtensender CNN und der TV-Sender ABC am späten Mittwochabend ausstrahlten, wurden sie daraufhin genau mit Handmetalldetektoren auf verdächtige Gegenstände überprüft. In mindestens einem Fall sei auch das Handgepäck durchsucht worden.

Schließlich durften die Männer die Maschine der American Airlines nach Los Angeles besteigen. Minuten nach dem Start brachten sie das Flugzeug in ihre Gewalt und flogen es in das Gebäude des US- Verteidigungsministeriums. An Bord der Maschine starben 64 Menschen. Im Pentagon kamen 125 Menschen ums Leben.

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