Zahlreiche Waffen gefunden
Festnahme nach mörderischem Anschlag

Nach dem Terroranschlag auf eine Ausländerwohnsiedlung in Riad mit 18 Todesopfern hat die saudische Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Die Fahnder fanden nach Angaben des Innenministeriums im Versteck des mutmaßlichen Terroristen unter anderem eine Boden-Luft-Rakete vom Typ SAM-7, 38 Kilogramm RDX- Sprengstoff, Handgranaten, automatische Handfeuerwaffen und Panzerfäuste.

HB RIAD/KAIRO. Bei dem Autobomben-Anschlag am 9. November auf die vorwiegend von Arabern bewohnte Siedlung El Muhaja waren auch 122 Menschen verletzt worden.

Nach Angaben des Ministeriums war der mutmaßliche Terrorist bereits vor einer Woche festgenommen worden. Die Festnahme wurde aber erst am Mittwoch bekannt gegeben. Bei dem nächtlichen Anschlag waren die zwei saudischen Selbstmordattentäter ums Leben gekommen. Mehrere Komplizen, die das Wachpersonal der Anlage mit Handgranaten und Schüssen von einem Berg herunter attackiert hatten, konnten jedoch fliehen. Die Attentäter hatten ihre 300-Kilo-Autobombe in einem als Polizeiwagen getarnten Fahrzeug versteckt.

Die US-Botschaft in Riad hatte am Dienstag vor der Gefahr neuer Terroranschläge auf Ausländer in Saudi-Arabien gewarnt und dabei besonders den Seder-Village-Wohnkomplex in der Hauptstadt erwähnt. In der Umgebung dieser Anlage seien mutmaßliche Terroristen gesichtet worden, die versucht hätten, das Objekt auszukundschaften. Der überwiegende Teil der westlichen Ausländer, die in dem islamischen Königreich leben, wohnt in speziellen Wohnanlagen für Ausländer. Bei Selbstmordanschlägen auf derartige Siedlungen waren im vergangenen Mai in Riad bereits 35 Menschen getötet worden.

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