Zapatero trifft Schröder
Spanien will mit Deutschland über Irak-Initiative beraten

Spanien will mit Deutschland und Frankreich über eine Lösung für den Irak-Konflikt mit Unterstützung der Vereinten Nationen (UN) verhandeln. Dies verlautete aus Regierungskreisen in Madrid.

HB MADRID. „Die Idee ist, zu sehen, ob Spanien, Frankreich und Deutschland den USA dabei helfen können, eine Lösung im Irak zu finden", hieß es in den Kreisen.

Außerdem gehe es darum, eine neue Formel für eine internationale Präsenz im Irak zu finden, die von der Bevölkerung des Landes nicht länger als Besatzung empfunden werde.

Spaniens sozialistischer Ministerspräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero trifft am Mittwoch Bundeskanzler Gerhard Schröder in Berlin und am Tag darauf Frankreichs Präsident Jacques Chirac in Paris.

Zapatero sagte am Dienstag, spätestens am 27. Mai solle der letzte der noch von der konservativen Vorgängerregierung in den Irak entsandten spanischen Soldaten zurückgekehrt sein. Deutschland und Frankreich gehörten zu den schärfsten Gegnern der US-Invasion im Irak.

Sollte es zu einer gemeinsamen Initiative Spaniens, Deutschlands und Frankreichs kommen, dürfte diese in den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) eingebracht werden, in dem alle drei Länder Mitglieder sind. Spaniens Außenminister Miguel Moratinos hatte bereits von der Möglichkeit gesprochen, in den Irak Truppen aus Ländern zu entsenden, die nicht an dem US-geführten Einmarsch teilgenommen haben. Dies könnten auch Soldaten aus arabischen Staaten sein.

Zapatero hatte Mitte März drei Tage nach den Anschlägen auf Madrider Vorortzüge mit 191 Toten die spanische Parlamentswahl gewonnen und unmittelbar danach den Abzug aller Soldaten des Landes im Irak angekündigt. Zapatero löste Jose Maria Aznar ab, dessen Regierung im Irak-Krieg fest an der Seite der USA stand.

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