Zehn Iraker festgenommen
Iraker töten britischen Soldaten

Nach Angaben eines Armeesprechers wurde eine britische Militärpatrouille in der südirakischen Stadt Ali Asch Scharki gestern aus einer Menge heraus mit Feuerwaffen und Granaten beschossen.

Reuters BAGDAD. Bei dem Vorfall in der südirakischen Stadt Ali Asch Scharki sei ein weiterer Soldat verletzt worden, teilte die britische Armee am Donnerstag mit. Der Militärkonvoi sei bereits am Vorabend von rund 30 Irakern gestoppt worden. Als die Soldaten ihr Fahrzeug verlassen hätten, habe sich ihnen von hinten eine zweite Gruppe genähert und die Soldaten eingeschlossen. „Die britischen Soldaten gaben zwei Warnschüsse ab und die Menge eröffnete das Feuer mit Schusswaffen und Granaten“, sagte ein britischer Militärsprecher. Mit dem Angriff erhöhte sich die Zahl der seit Ende der Hauptkampfhandlungen Anfang Mai im Irak-Einsatz getöteten britischen Soldaten auf elf.

Nach dem Angriff auf die Patrouille seien zehn Iraker festgenommen worden, teilte die britische Armee weiter mit. Die Patrouille sei von einer Hubschrauber-Eskorte ins Quartier zurückgeleitet worden.

Am 1. Mai hatte US-Präsident George W. Bush das Ende der Hauptkampfhandlungen im Irak verkündet. Seitdem starben auch 64 US-Soldaten bei Angriffen und Anschlägen aus dem Hinterhalt. Erst am Mittwoch waren im Irak bei zwei weiteren Angriffen erneut zwei US-Soldaten getötet worden. Die USA machen Anhänger des gestürzten irakischen Präsidenten Saddam Hussein für die beinahe täglichen Angriffe verantwortlich. Doch auch in der Bevölkerung wächst der Unmut über die Besatzungstruppen und die hohen Sicherheitsgefahren in dem Golfstaat.

Die USA und Großbritannien bemühen sich derzeit um eine neue UNO-Resolution mit dem Ziel, weitere Länder zu einem militärischen und finanziellen Engagement im Irak zu bewegen. Der Anschlag auf das UNO-Hauptquartier in Bagdad in der vergangenen Woche hatte wie bereits frühere Anschläge Zweifel aufkommen lassen, ob die US-geführten Besatzungstruppen im Irak für Sicherheit und Ordnung sorgen können. Bei dem Anschlag waren 23 Menschen getötet worden.

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