Zehn Tote bei US-Militäroffensive
Drei enthauptete Leichen im Irak gefunden

Das US-Militär hat nördlich von Bagdad drei enthauptete Leichen gefunden. Eine Patrouille sei am Mittwochmorgen auf einer Autobahn nahe Balad auf die Körper und die abgeschnittenen Köpfe gestoßen, bestätigte ein Sprecher der 1. US-Infanteriedivision in Tikrit. In der irakischen Provinz Al-Anbar sind am Mittwoch zehn Iraker getötet worden

HB BAGDAD/ISTANBUL. Zunächst war nicht klar, ob es sich bei den Enthaupteten um Ausländer und um Opfer von Geiselnehmern handelte. Das US-Militär ging zunächst davon aus, dass die Getöteten irakische Zivilisten sind, während die irakische Polizei, die die Ermittlung übernahm, von Ausländern sprach.

Eine jordanische Transportfirma, deren Lastwagenfahrer sich in der Gewalt von Geiselnehmern befindet, erklärte am Mittwoch, sie werde ihre Arbeit im Irak einstellen. Dies berichtete der arabische Nachrichtensender El Dschasira. Damit kam die Firma der Forderung der Kidnapper nach, die zuvor ein Video ausgestrahlt hatten, in dem der Fahrer vorgeführt wurde.

Unterdessen ließen Geiselnehmer einen vor zwei Monaten entführten Türken frei. Er befinde sich nun in der türkischen Botschaft in Bagdad, sagte der Bruder des Entführten der türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Am Flughafen Kairo trafen am Mittwoch die Leichen von drei Ägyptern ein, die im Irak getötet worden waren.

In der irakischen Provinz Al-Anbar sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Bagdad am Mittwoch zehn Iraker getötet worden. Die USA hatten in dem Rebellengebiet eine Militäroffensive gestartet, indem auch die Widerstandshochburgen Falludscha und Ramadi liegen. Beide Städte sind nach Erkenntnissen der US-Regierung Rückzugsgebiete der Anhänger von Rebellenchef Abu Mussab al-Sarkaui.

Der aus Jordanien stammende Al-Sarkaui gilt als einer der meistgesuchten Moslem-Extremisten des Landes. Seine Anhänger haben sich zu zahllosen Anschlägen bekannt, darunter das Bombenattentat auf einen belebten Markt in der Hauptstadt Bagdad, bei dem am Dienstag mindestens 47 Menschen starben. Es war der folgenschwerste Anschlag in der Hauptstadt seit sechs Monaten.

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