Zeitungsbericht
USA erwägen früheren Abzug aus Afghanistan

Der Einsatz wird immer teurer, Terrorchef Bin Laden ist tot - für die USA gäbe es viele Gründe, ihre Truppen früher als geplant vom Hindukusch abzuziehen. Doch noch ist nichts entschieden.
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Das Sicherheitsteam von US-Präsident Barack Obama erwägt nach einem Zeitungsbericht einen schnelleren Truppenabzug aus Afghanistan als bislang vorgesehen. Gründe für die Überlegungen seien die immensen Kosten des Militäreinsatzes sowie der Tod von Terroristenführer Osama bin Laden, meldete die „New York Times“ am Montag. Es sei aber noch nichts entschieden.

Der Präsident wolle sich im Laufe dieses Monats in einer Rede an die Nation zu Einzelheiten des Truppenabzugs äußern, hieß es weiter. Bislang plant Washington, von Juli an zunächst 3000 bis 5000 der insgesamt rund 100 000 Soldaten am Hindukusch nach Hause zu holen.

Angaben über Umfang oder Zeitrahmen im Falle eines beschleunigten Abzugs werden im dem Bericht jedoch nicht gemacht. Obama hatte im vorigen Jahr die Truppenstärke massiv um 30 000 Mann erhöht. Bis 2014 wollen die USA und die Nato dann die Verantwortung für die Sicherheitslage am Hindukusch an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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