Zeitungsbericht
USA wollen Schläge gegen Taliban ausweiten

Die US-Regierung erwägt nach einem Bericht der „New York Times“ eine Ausweitung ihrer Aktionen gegen Stützpunkte und Rückzugsgebiete der afghanischen Taliban-Rebellen im benachbarten Pakistan. Das könnte zum Konflikt mit der pakistanischen Regierung führen, die die wiederholten mit Drohnen ausgeführten US-Angriffe gegen Ziele in den Stammesgebieten scharf kritisiert hatte.

HB WASHINGTON. Laut dem Bericht wird in zwei von hochrangigen Experten erarbeiteten Berichten an die Regierung empfohlen, nicht nur wie bisher Zufluchtsorte in Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan ins Visier zu nehmen, sondern auch Taliban-„Machtzentren“ in der Provinz Baluchistan.

Von dieser Region aus hat der Zeitung zufolge der einstige Führer der afghanischen Taliban-Regierung, Mullah Omar, seit Jahren nahezu uneingeschränkt Operationen in Afghanistan eingefädelt. Bisherige Schläge des US-Militärs auf pakistanischem Boden haben sich auf die Stammesgebiete konzentriert, die im Gegensatz zu Baluchistan nicht von der Zentralregierung kontrolliert werden. Die pakistanische Führung hat die wiederholten mit Drohnen ausgeführten US-Angriffe gegen Ziele in den Stammesgebieten scharf kritisiert.

Der „New York Times“ vom Mittwoch zufolge, die sich auf Regierungsbeamte beruft, wurden die Empfehlungen von zwei getrennten Gruppen unter der Leitung der Generäle David Petraeus und Douglas Lute erarbeitet. Petraeus ist für Militäraktionen in der Region zuständig, Lute ein leitender Afghanistan-Berater im Weißen Haus.

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