Zentralafrika
UN-Sicherheitsrat fordert mehr Truppen

In der Zentralafrikanischen Republik sind seit März die Rebellen an der Macht. Die Berichte über Plünderungen, Vergewaltigungen und Chaos nehmen zu. Der UN-Sicherheitsrat verlangt nun von den Nachbarländern mehr Einsatz.
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New YorkEinen Monat nach der Machtübernahme der Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik hat der UN-Sicherheitsrat mehr Schutztruppen aus den afrikanischen Nachbarländern gefordert. Angesichts von Chaos und Gewalt müsse der Einsatz "verstärkt" werden, hieß es in einer Erklärung vom Montagabend. Der Sicherheitsrat sei "sehr besorgt über die sich verschlechternde humanitäre Lage".

Die Rebellen der Séléka-Allianz hatten Ende März die Hauptstadt Bangui eingenommen, Staatschef François Bozizé floh ins Ausland. Seitdem häufen sich Berichte über Vergewaltigungen, Plünderungen und Schießereien. Die Regierungen der Wirtschaftsgemeinschaft der zentralafrikanischen Staaten (ECCAS) hatten zwar Mitte April 2000 zusätzliche Soldaten zur Stabilisierung zugesagt, aber kein Datum genannt.

Seit dem Sturz Bozizés kontrollieren die Rebellen praktisch das gesamte Land. Der Sicherheitsrat rief die Rebellenführer auf, ihre Kämpfer in ihre Lager zurückzurufen. Es müssten zügig eine repräsentative Regierung gebildet und binnen 18 Monaten Wahlen durchgeführt werden.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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