Zerwürfnis mit Trump Top-Berater Kelly und McMaster könnten zurücktreten

Es bahnt sich wieder etwas in Washington. Ein Rücktritt von Kelly und McMaster würde Familienmitglieder wie Jared Kushner stärken.
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Vor allem die Ernennung Kellys als Stabschef war in der Öffentlichkeit als Meilenstein zu einer Professionalisierung der Regierungsarbeit nach einem chaotischen Start Trumps bewertet worden. Quelle: AP
John Kelly

Vor allem die Ernennung Kellys als Stabschef war in der Öffentlichkeit als Meilenstein zu einer Professionalisierung der Regierungsarbeit nach einem chaotischen Start Trumps bewertet worden.

(Foto: AP)

WashingtonDie Spannungen zwischen US-Präsident Donald Trump und seinem Stabschef John Kelly sowie dem Nationalen Sicherheitsberater H.R. McMaster könnten Insidern zufolge schon bald zum Rücktritt der Top-Berater führen. Vier ranghohe Mitarbeiter der Trump-Regierung berichteten der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag, die Spannungen seien in jüngster Zeit derart gewachsen, dass ein baldiger Rücktritt Kellys oder McMasters oder sogar beider möglich sei.

Allerdings sei auch nicht ausgeschlossen, dass das Zerwürfnis zunächst folgenlos bleibe, wie bereits ähnliche Krisen im Verhältnis Trumps mit Außenminister Rex Tillerson oder Justizminister Jeff Sessions.

Kelly und McMaster sind den Angaben zufolge nachhaltig verärgert über öffentliche und interne Kritik durch Trump, die sie als beleidigend empfänden. „Es hat zahlreiche Schlachten zwischen Trump und seinen Generalen gegeben“, sagte einer der Insider unter Anspielung auf den Hintergrund beider Top-Berater. Beide haben als Generale wichtige Positionen in den Streitkräften bekleidet.

Wichtigster Streitpunkt aktuell sei die Verschärfung der Sicherheitsfreigaben durch Kelly. Damit soll der Kreis derjenigen eingeschränkt werden, die Kenntnis über die größten Staatsgeheimnisse haben. Sollte die Verschärfung umgesetzt werden, könnte beispielsweise Trumps Schwiegersohn und außenpolitische Berater, Jared Kushner, nicht mehr die täglichen Geheimdienst-Briefings an den Präsidenten einsehen. Trump hat aber die Vollmacht, Sondergenehmigungen zu verfügen. „Die Sicherheitsfreigabe ist eine persönliche Sache, und wenn Trump Sonderregeln für Familienangehörige schafft, glaube ich nicht, dass Kelly und McMaster das begrüßten“, beschrieb einer der Insider eine mögliche Bruchstelle.

Vor allem die Ernennung Kellys als Stabschef war in der Öffentlichkeit als Meilenstein zu einer Professionalisierung der Regierungsarbeit nach einem chaotischen Start Trumps bewertet worden. Beide Berater sollen Trump zudem maßgeblich von der Bedeutung internationaler Allianzen, wie der Nato, überzeugt haben.

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