Zeugen sahen Terroristen weglaufen
Unfähigkeit der London-Bomber rettete Leben

Sollten die neuerlichen Anschläge in London töten oder nur Angst und Schrecken verbreiten? Die Frage scheint beantwortet. Die Bomben sollten töten.

HB LONDON. Starker Aceton-Geruch hatte sich nach den Anschlägen auf die drei U-Bahnen und einen Bus in die Luft gelegt. Die Polizei befürchtete zuerst einen Chemiewaffenanschlag. Doch die vermeintliche Katastrophe entpuppte sich als Glücksfall. Der Geruch sei nur entstanden, weil die Sprengkörper falsch gezündet worden seien - mit zu viel Aceton und zu wenig Peroxid. In der richtigen Mischung sind die Chemikalien hochexplosiv.

Mehrere Augenzeugen in den angegriffenen Zügen berichteten, sie hätten die Täter mit ihren Rucksäcken gesehen. Einer habe überrascht aufgeschrien, als sein Sprengsatz nicht explodiert sei, berichtete der „Guardian“. Nach einem Bericht des „Daily Telegraph“ stand einer der Terroristen neben einer Frau mit einem Baby auf dem Arm, als er den Zünder betätigte.

Der Chef der Londoner Polizei, Sir Ian Blair, hatte schon am Donnerstagabend kurz nach den Anschlägen gesagt: "Die Absicht war es, zu töten. Diese Absicht haben die Terroristen aber nicht in die Tat umsetzen können."

Vier Attentäter hatten die Spregsätze in Rucksäcken in die U-Bahnen und den Bus gebracht und wollten sich offenbar samt der Bomben in die Luft sprengen. Die Terroristen liefen nach den Fehlzündungen weg. Fahrgäste wollten die Täter aufhalten, doch es gelang ihnen die Flucht. Die Polizei erhofft sich jedoch von den zahlreichen Zeugenaussagen einen schnellen Erfolg bei der Fahndung und Aufklärung der Anschläge. Zudem dürften die Flüchtigen von den zahlreichen Überwachungskameras in der Londoner U-Bahn und in der Innenstadt gefilmt worden sein.

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