Ziel ist multi-ethnisches und demokratisches Kosovo
Sicherheitsrat stimmt für Beginn der Kosovo-Gespräche

Der UN-Sicherheitsrat hat am Montag einstimmig für die Aufnahme der Verhandlungen über die Zukunft des Kosovo votiert.

HB NEW YORK. Ziel müsse es sein, ein multi-ethnisches und demokratisches Kosovo zu schaffen, das zur Stabilität in der Region beitrage, hieß es in einer Erklärung am UN-Sitz in New York. Die 15 Mitglieder des Gremiums der Vereinten Nationen (UN) folgten mit ihrer Entscheidung einer Empfehlung von UN-Generalsekretär Kofi Annan. Er will noch in dieser Woche einen Sonderbeauftragten ernennen, der in den Verhandlungen vermitteln soll.

Dabei werde es wahrscheinlich um den früheren finnischen Präsidenten Martti Ahtisaari handeln, sagte Annan. Die serbische Provinz Kosovo wird seit dem Krieg von 1998/1999 von den UN verwaltet. Die Kosovo-Albaner streben die Unabhängigkeit an.

Kosovos Ministerpräsident Bajram Kosumi hatte die Unabhängigkeitsforderung in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat zuletzt noch einmal bekräftigt. Serbiens Ministerpräsident Vojislav Kostunica dagegen lehnte eine Unabhängigkeit des Kosovo erneut ab. Einige westliche Regierungen streben Diplomaten zufolge einen Kompromiss an und wollen eine „bedingte Unabhängigkeit“ für die Provinz ins Gespräch bringen.

Gerade weil die Positionen der Regierungen in Belgrad und Pristina so weit auseinander lägen, sei ein international organisierter Verhandlungsprozess notwendig, betonte der UN-Verwalter für das Kosovo, Sören Jessen-Petersen. „Und je schneller das passiert, umso besser ist das für die Bürger und die Region.“ Der UN-Sondergesandte für das Kosovo, Kai Eide, sagte, die Klärung des endgültigen Status' werde die anhaltende Instabilität in der Region beenden. Von einer Einigung würden am Ende beide Seiten profitieren.

Es wird erwartet, dass Ahtisaari - falls als Vermittler ernannt - in einer ersten Phase zwischen Belgrad und der Provinzhauptstadt Pristina pendeln wird, bevor es zu direkten Gesprächen zwischen der serbischen Regierung und Vertretern der albanischen Bevölkerungsmehrheit des Kosovo in Wien kommen soll.

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