„Ziemlich düster“
IWF zeichnet Horrorszenario für die Weltwirtschaft

Der IWF schlägt Alarm: Die globale Wirtschaftskrise droht aus dem Ruder zu laufen. Fonds-Chefin Lagarde fordert die Weltgemeinschaft  zum Schulterschluss auf. Doch aus der EZB kommen andere Signale.
  • 38

WashingtonIWF-Chefin Christine Lagarde hat die Weltgemeinschaft zum Schulterschluss gegen eine drohende globale Wirtschaftskrise aufgerufen. Keine Volkswirtschaft, egal ob arm oder reich, sei momentan immun gegen einen Niedergang, wenn sie sich isoliere, sagte die Direktorin des Internationalen Währungsfonds am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Die Aussichten für die Weltkonjunktur bezeichnete sie als „ziemlich düster“. Es bestehe fast überall die Gefahr, dass sich das Wachstum verlangsame und die öffentlichen Haushalte ins Schwanken gerieten.

Sie verglich die Situation mit den 1930er Jahren, bevor die Welt in den Zweiten Weltkrieg verfallen sei, als Rückzug, Protektionismus und Isolation die internationale Politik bestimmt hätten. Richtig sei, die Wirtschaftsprobleme durch Zusammenarbeit in den Griff zu bekommen. „Sie muss im derzeitigen Kern der Krise beginnen, der offensichtlich in den europäischen Staaten liegt und besonders in den Ländern der Euro-Zone“, sagte Lagarde.

Die Eurozone sei eine „Währungsunion, die nicht richtig in einer ökonomischen und haushaltspolitischen Union vollendet wurde, woran derzeit gearbeitet wird“, erläuterte sie.

Während die europäischen Führer ihre „gewaltigen“ Herausforderungen bewältigen, müssten auch die Finanzmärkte mehr Geduld beweisen. In Demokratien fielen wichtige Entscheidungen nicht über Nacht, „die Dinge brauchen Zeit“, sagte Lagarde. Und die Dinge könnten gründlich schief laufen, glaubt man den Aussagen des EZB-Ratsmitglieds Yves Mersch.

Seite 1:

IWF zeichnet Horrorszenario für die Weltwirtschaft

Seite 2:

Kreditklemme hätte dramatische Folgen

Kommentare zu " „Ziemlich düster“: IWF zeichnet Horrorszenario für die Weltwirtschaft"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Die IWF Chaos und Armut Tour geht weiter!!

    Chile 1973
    Zaire 1980
    Rumänien 1982
    Russland 1992
    Indonesien 1997
    Brasilien 1999
    Argentinien 2001
    Lettland 2010
    Griechenland 2010

  • Das ist richtig.
    Wird bei uns aber erst passieren, wenn es keine Suppenküchen und Tafeln mehr gibt und keine Arche in Berlin, die sich um die armen Kidner kümmert.
    Die Institutionen sind gut gemeint aber kontraproduktiv, denn sie entlassen den Staat aus seiner Verantwortung.
    Sekbst in den 20er Jahren hat der Staat sich zum z. B. benachteiligte Kidner gekümemr und hat die in Ferienlager geschickt.
    Aber usner Staat hat sich völlig aus der Verantwortung dem Volk gegenüber rausgenommen

  • Sie haben es richtig erkannt.
    Im übrigen wurden die Länder teilweise durch den Euro in die Schulden getrieben.
    Sehen wir doch mal Griechenland, das war früher ein beliebtes Urlaubsziel für Deutsche, denn Urlaub war dort billig.
    Heute kostet Urlaub dort so viel wie in Schweden oder Dänemark.
    Und wo fleigen die Deutschen heute hin wenn sie preiswert Urlaub wollen? In die Türkei, die hben keinen Euro
    Der Tourismus dieser Länder wurde durch den Euro völlig zerstört.
    Der Euro war eine kriminelle Tat udn ich verstehe nicht, dass usnere Euro-Fanatiker das nicht endlich begreifen, oder wollen sie es nicht?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%