Zu Besuch in Portugal
Kanzlerin Merkel in einer Woge der Ablehnung

Der Protest gegen Kanzlerin Merkel in den Krisenstaaten wird immer heftiger. Dennoch wagt sie sich nun nach Spanien und Griechenland auch nach Portugal. Der Tenor ist derselbe: Für die Misere trägt sie die Verantwortung.
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Berlin/LissabonAngela Merkel hat Lissabon gut in Erinnerung. Im April 2010 musste die Kanzlerin auf ihrer Odyssee während einer Rückreise aus den USA in Portugals Hauptstadt einen ungeplanten Zwischenstopp einlegen. Die Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull hatte die Sicht versperrt; ein Direktflug nach Berlin war unmöglich.

Der damalige sozialistische Ministerpräsident José Sócrates holte die CDU-Chefin spontan vom Flughafen ab und empfing sie herzlich, was Merkel als sehr gastfreundlich empfand. Ihr Besuch am Montag in Lissabon stand unter sehr viel dunkleren Wolken als seinerzeit die der Vulkanasche.

Im April 2010 hatte wohl kaum jemand in Europa mit dem späteren dramatischen Ausmaß der Finanz- und Eurokrise gerechnet. Und Merkel galt noch nicht als die eiserne Kanzlerin, die den klammen europäischen Partnern wie Griechenland, Irland, Spanien, Portugal und auch Italien harte Sparkurse abverlangt.

Es ist Merkels erster offizieller Besuch in Portugal - und diesmal gilt sie dort nicht nur bei Intellektuellen und Künstlern als „unerwünschte Person“. Wie bei ihrem Besuch im Oktober in Athen protestieren viele Menschen gegen die Kanzlerin. Ein derartiges Ausmaß an Ablehnung eines Regierungschefs im Ausland hat Deutschland lange nicht erlebt.

Die Kritik wirkt so feindselig in Deutschland, dass FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle mahnte, Deutschland wisse sehr wohl, dass die Sparmaßnahmen nicht einfach seien und viele Portugiesen betreffe. Aber: „Europa und vor allem Deutschland stehen deswegen Portugal bei diesem Anpassungsprozess fest mit Hilfen zur Seite. Das sollten diejenigen wissen, die den Besuch von Bundeskanzlerin Merkel für unsachliche Kritik nutzen.“ Merkel will mit ihrem Besuch das Reformprogramm der Regierung unterstützen - insbesondere „die mutigen Schritte“ des konservativen Ministerpräsidenten Pedro Passos Coelho, heißt es im Kanzleramt.

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„Schmerzhafte Veränderungen“

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  • Ich weiß nicht wieso hier soviel unsinniges Zeug geschrieben wird (4 Welt Land, Geldhan zudrehen usw.),vor allendingen von Leuten die wahrscheinlich "noch" im Wohlstand leben. Rund um Deutschland breitet sich die Armut aus, tausende von Menschen die vorher ein relativ entspanntes Leben geführt haben sparen sich in die Armut! Ja genau, Existenzängste weil bestimmte Politiker der Meinung sind Sparen ist das Heilmittel für ganz Europa, besonders für die verschwenderischen Südeuropäer. Macht mal Halblang, fahrt in die Länder schaut denen in die Augen und sprecht offen mit den Betroffenen wenn ihr euch traut, ihr werdet sehen was so eine Bewusstseinserweiterung ausmacht. Von der wohlbehüteten Ledercouch aus, mit eienm Fundus von jahrelang angereichertem Halbwissen, solche unsachliche Kommentare zu schreiben macht bestimmt einen riesen Spass, geht aber garnicht... Denkt mal lieber darüber nach wie ihr was dagegen tun könnt bei der nächsten Kanzlerwahl!

  • Wir denken Europa und seine Menschen wollen nicht das Geld der Deutschen sie wollen eine Menschenwürdige und gerechte Politik in einem vereinten und starken Europa .
    Merkel macht mit ihrer schwarz/weiß Politik uns nur schwach . Sie macht die Menschen krank in Europa .
    Es geht nicht um Schulden . Es geht , wie wir Europa haben wollen , einsam oder gemeinsam .

  • Solange Frau Merkel in den "Nehmerländer" nur von Sparmaßnahmen redet, die die Mittelschicht und die Kleinen berifft, wird Ihr der Zorn erhalten bleiben.
    Warum nennt Sie nicht das "Kind" beim Namen?
    Die Einnahmeseite stimmt nicht weil die Millionäre und Milliardäre in allen Ländern verschont wurden.
    Dies muß nicht nur gesagt werden, man muß auch die Steuern eintreiben.!!
    Aber in Deutschland ist es ja auch nicht besser.

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