Zu Besuch in Portugal Kanzlerin Merkel in einer Woge der Ablehnung

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„Schmerzhafte Veränderungen“

Vor ihrem Besuch machte sie im staatlichen portugiesischen Fernsehsender RTP gut Wetter. Sie habe allergrößte Hochachtung vor dem, „was im Augenblick in dem Land geleistet wird“. Portugal habe die Verpflichtungen gegenüber den Geldgebern eingehalten und „die notwendigen Veränderungen mutig umgesetzt“. Sie sei sich darüber im Klaren, dass von den Portugiesen große Opfer verlangt würden. Das Ergebnis der „schmerzhaften Veränderungen“ werde eines Tages jedoch positiv sein. Auch in Deutschland habe es Zeit gebraucht, bis man die Ergebnisse „einschneidender Reformen“ habe sehen können.

Merkel zeigte sich zudem überzeugt, dass das Land kein zweites Hilfspaket benötigen wird. 2011 hatte Portugal Hilfen von 78 Milliarden Euro bekommen. Doch immer mehr liberale, regierungsnahe Wirtschaftsexperten, Unternehmer und Politiker in Portugal äußern Zukunftsängste.

Der angesehene Ökonom João Duque, der Mitte 2011 bei der Amtsübernahme von Passos als möglicher Finanzminister im Gespräch war, meinte jüngst, das ärmste Land Westeuropas werde kaum umhin kommen, ein zweites Hilfspaket zu beantragen. „Entweder man (Europa) hilft uns, das Land wieder in die Eurozone zu integrieren .... oder es ist aus.“

Wasser auf die Mühlen der Kritiker sind die immer schlimmeren, immer häufigeren Hiobsbotschaften der Wirtschaft, die dieses Jahr um mindestens drei Prozent schrumpfen wird. Die Armut nimmt zu, der Konsum geht rapide zurück. Die Arbeitslosigkeit erreichte mit knapp 16 Prozent bereits Rekordniveau und soll 2013 noch zunehmen. Die frühere Chefin der Sozialdemokratischen Partei (PSD), Manuela Ferreira Leite, klagt: „Was nützt uns, dem finanziellen Bankrott zu entgehen, wenn bald alles tot ist?“

 
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  • dpa
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15 Kommentare zu "Zu Besuch in Portugal: Kanzlerin Merkel in einer Woge der Ablehnung"

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  • Ich weiß nicht wieso hier soviel unsinniges Zeug geschrieben wird (4 Welt Land, Geldhan zudrehen usw.),vor allendingen von Leuten die wahrscheinlich "noch" im Wohlstand leben. Rund um Deutschland breitet sich die Armut aus, tausende von Menschen die vorher ein relativ entspanntes Leben geführt haben sparen sich in die Armut! Ja genau, Existenzängste weil bestimmte Politiker der Meinung sind Sparen ist das Heilmittel für ganz Europa, besonders für die verschwenderischen Südeuropäer. Macht mal Halblang, fahrt in die Länder schaut denen in die Augen und sprecht offen mit den Betroffenen wenn ihr euch traut, ihr werdet sehen was so eine Bewusstseinserweiterung ausmacht. Von der wohlbehüteten Ledercouch aus, mit eienm Fundus von jahrelang angereichertem Halbwissen, solche unsachliche Kommentare zu schreiben macht bestimmt einen riesen Spass, geht aber garnicht... Denkt mal lieber darüber nach wie ihr was dagegen tun könnt bei der nächsten Kanzlerwahl!

  • Wir denken Europa und seine Menschen wollen nicht das Geld der Deutschen sie wollen eine Menschenwürdige und gerechte Politik in einem vereinten und starken Europa .
    Merkel macht mit ihrer schwarz/weiß Politik uns nur schwach . Sie macht die Menschen krank in Europa .
    Es geht nicht um Schulden . Es geht , wie wir Europa haben wollen , einsam oder gemeinsam .

  • Solange Frau Merkel in den "Nehmerländer" nur von Sparmaßnahmen redet, die die Mittelschicht und die Kleinen berifft, wird Ihr der Zorn erhalten bleiben.
    Warum nennt Sie nicht das "Kind" beim Namen?
    Die Einnahmeseite stimmt nicht weil die Millionäre und Milliardäre in allen Ländern verschont wurden.
    Dies muß nicht nur gesagt werden, man muß auch die Steuern eintreiben.!!
    Aber in Deutschland ist es ja auch nicht besser.

  • @tuco

    Do not speak about all germans! The german and european politicians are the PEST. Why the politicians in Greece or in Portugal suffer this torment? Why they play this money-game? Because it is easy to load the onus onto the taxpayer. Nobody is happy about this. Not in Germany and not in Portugal or Greece or one of the next. The politicians acting not for the people.

  • tuco, look in a mirror, what do you see .?. right - you wanna only run run run ....

  • Tja, wenn die Südländer so sehr gegen Deutschland wettern (kein Tier würde die Hand beißen, die es füttert), dann schlage ich doch vor, daß wir den Geldhahn einfach mal zudrehen. Den deutschen Steuerzahler wird's freuen, und die Südeuropäer können ungestört ihr Schluderleben führen. Somit wäre allen gedient...

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • tuco, pay your debts alone

  • Mit Ihren Thesen haben Sie m.M.n. völlig recht.

    Hinzufügen möchte ich, daß die deutsche Außenpolitik völlig versagt hat, was das "Marketing" angeht. Eine solche Sichtweise, wie sie auch von "No-Bail-Out" zutreffend beschrieben wird, darf in anderen Ländern nicht Raum greifen.
    Da das Schuldenproblem überhaupt noch nicht ansatzweise gelöst ist, befürchte ich noch schwere soziale Verwerfungen, bis hin zu wirklich ernsten politischen Problemen mitten in Europa.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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