Zu Gast bei der CDU?
Sarkozy sucht Merkels Nähe

Frankreichs Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy will kommende Woche nach Deutschland reisen. Ziel des konservativen Politikers, der gerade wieder zum UMP-Vorsitzenden gewählt wurde, ist Köln. Denn dort trifft sich die CDU.
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ParisNicolas Sarkozy drängt es zurück auf die großen Bühnen der Politik. Am Wochenende ließ sich Frankreich früherer Staatschef zum Vorsitzenden der konservativen UMP wählen. Nun plant er offenbar für kommende Woche eine Deutschlandreise. Dort werde Sarkozy am CDU-Parteitag in Köln teilnehmen, verlautete am Montag aus seinem Umfeld.

CDU und UMP sind Schwesterparteien, in seiner Zeit als französischer Präsident (2007 bis 2012) arbeitete Sarkozy zudem im Kampf gegen die Euro-Krise eng mit Bundeskanzlerin Angela Merkel zusammen. Der Bundesparteitag der CDU findet am Dienstag und Mittwoch kommender Woche in Köln statt.

Begleitet werde Sarkozy von Ex-Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire, hieß es. Der Abgeordnete, der sehr gut Deutsch spricht, war bei der Wahl um den UMP-Vorsitz gegen Sarkozy angetreten und hatte mit knapp 30 Prozent ein überraschend gutes Ergebnis eingefahren.

Sarkozy hatte bei der UMP-Wahl am Wochenende 64,5 Prozent der Stimmen erzielt und kehrte damit an die Spitze der Partei zurück, die er bereits zwischen 2004 und 2007 geführt hatte. Sarkozy will den Posten als Sprungbrett für eine Präsidentschaftskandidatur 2017 nutzen, wird sich aber Vorwahlen der Konservativen im Jahr davor stellen müssen. Als sein schärfster innerparteilicher Konkurrent gilt der Bürgermeister von Bordeaux und frühere Premierminister Alain Juppé.

Am Montag begann Sarkozy in Paris mit Konsultationen, um seine Führungsmannschaft zusammenstellen. Er traf unter anderem Le Maire, der angesichts seines guten Ergebnisses vom Wochenende künftig ein größeres Gewicht in der UMP bekommen dürfte, aber nach eigenen Angaben keinen Parteiposten will.

Ein Vorschlag Sarkozys, ein „Komitee früherer Regierungschefs“ aus den Reihen der UMP zu gründen, die ihn bei der Parteiführung beraten sollen, stieß am Montag jedoch auf eisige Reaktionen: Ex-Premier François Fillon – wie Juppé ein Sarkozy-Rivale mit Ambitionen auf das Präsidentenamt – lehnt nach Angaben aus seinem Umfeld eine Mitarbeit in einem solchen Komitee ab. Juppé wollte zunächst weitere Präzisierungen zu den Plänen abwarten.

Juppé, Fillon und Ex-Regierungschef Jean-Pierre Raffarin hatten die krisengeschüttelte UMP in den vergangenen Monaten übergangsweise geleitet, nachdem im Frühjahr der damalige UMP-Vorsitzende Jean-François Copé seinen Rücktritt erklärt hatte. Grund dafür war eine Affäre um Sarkozys Wahlkampffinanzen 2012, in der Copé unter Beschuss geraten ist – und die auch Sarkozy noch gefährlich werden könnte.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Merkozy reloaded
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    Sarkozy sucht ein Comeback in der Politik.
    Er will sich mit Merkel in Köln treffen.
    Gegen Hollande hat er gute Chancen, aber auch gegen Marine Le Pen? Das darf bezweifelt werden.
    Die Franzosen wollen sich nicht mehr von der EUdSSR bevormunden lassen; anders als die Deutschen.
    Wie kann es sonst sein, dass Merkel noch immer die beliebteste Politikerin ist und die AfD bei der Bundestagswahl 2013 an der 5%-Hürde scheiterte?

  • Bei einem Volk von Blödianen keine Frage.

  • Nicht nur Sarko fragt sich, wie die das nur macht:
    trotz Fehlleistungen am laufenden Band dennoch wieder gewählt zu werden.

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