Zu hohe Risiken UN-Mission in Syrien unterbrochen

Nach zwei Monaten haben die UN-Beobachter ihren Syrien-Einsatz vorerst abgebrochen. Der Einsatz werde wegen "der Verstärkung der Gewalt" und der damit verbundenen Risiken für die Beobachter ausgesetzt.
11 Kommentare

UN-Beobachter stoppen Syrien-Einsatz wegen Gewalteskalation

BeirutDie Entscheidung teilte der Missionsleiter, der norwegische General Robert Mood, am Samstag mit: "Die Beobachter stellen ihre Patrouillen bis auf Weiteres ein." Die Mission werde wieder aufgenommen, wenn es die Situation erlaube.

Mood warf den Konfliktparteien vor, keinen Willen zu zeigen, "zu einem friedlichen Übergang zu kommen". Regierungstruppen und Aufständische wollten offenbar eine militärische Lösung des Konflikts erzwingen. Dadurch steige die Zahl der Opfer: "Unschuldige - Männer, Frauen und Kinder - werden jeden Tag getötet", erklärte Mood. "Das erhöht auch die Risiken, die von den Beobachter eingegangen werden." Die UN-Mission werde aber nun täglich überprüfen, ob ihre Arbeit wieder aufgenommen werde könne.

Aus Sicherheitsgründen wird die UN ihre Mission in Syrien vorerst beenden. Quelle: dapd

Aus Sicherheitsgründen wird die UN ihre Mission in Syrien vorerst beenden.

(Foto: dapd)

Der UN-Sicherheitsrat hatte am 14. April die Entsendung von Beobachtern nach Syrien beschlossen. Tags darauf traf das erste Vorausteam in Syrien ein, nach und nach wurde die UN Supervision Mission in Syria (UNMIS) auf 300 Beobachter aufgestockt. Ihre Aufgabe ist es, die Einhaltung einer durch den internationalen Syrien-Gesandten Kofi Annan geforderten Waffenruhe zwischen den Aufständischen und den Sicherheitskräften von Präsident Baschar al-Assad zu überwachen. Die Mission konnte jedoch nicht verhindern, dass das Blutvergießen weiterging.

Syriens Präsident Baschar al-Assad lässt seit März 2011 die Protestbewegung in seinem Land blutig niederschlagen. Seitdem sind Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 14.400 Menschen getötet worden.

  • afp
Startseite

11 Kommentare zu "Zu hohe Risiken: UN-Mission in Syrien unterbrochen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • wernek
    Bei einer Militärmission dürfen Soldaten töten und sterben. Nicht so bei einer UN Beobachtermission. Deshalb, wenn ihr Leben gefährdet sind, können sie sich zurückziehen.

  • http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=anCW_KO_gqA#!

  • Für solch einen einseitig gefärbten Bericht gibt es nur ein Wort: Scheisse!

    Im 3.Reich wurden die Medien gleichgeschaltet, in Deutschland 2012 haben sich die Medien gleichgeschaltet.

  • Zum Beitrag noch zwei links, die zeigen wer am 1.Juni die Massaker losgetreten aht (die "Rebellen") und wer am 4.JUni den sowieso brüchigen Waffesntillstand einseitig gekündigt hat (die "Rebellen").
    Im mainstream, bei Reuters wird das genau anders rum dargestellt, Frau Rice schwadroniert bereits von einem Alleingang der USA ohne UN Mandat in Syrien (Irak lässt grüssen!) und bezichtigt Assad nicht kooperativ zu sein.
    Genau das Gegenteil ist der Fall vgl.

    http://www.faz.net/aktuell/politik/arabische-welt/syrien-eine-ausloeschung-11784434.html

    und

    http://apxwn.blogspot.de/2012/06/syrien-gibt-nicht-auf-interview.html



  • Falschinformationen am laufenden Band.
    "Ihre Aufgabe ist es, die Einhaltung einer durch den internationalen Syrien-Gesandten Kofi Annan geforderten Waffenruhe zwischen den Aufständischen und den Sicherheitskräften von Präsident Baschar al-Assad zu überwachen. Die Mission konnte jedoch nicht verhindern, dass das Blutvergießen weiterging.

    Syriens Präsident Baschar al-Assad lässt seit März 2011 die Protestbewegung in seinem Land blutig niederschlagen. Seitdem sind Angaben von Menschenrechtsaktivisten mehr als 14.400 Menschen getötet worden."

    Assad wird hier in Verbindung zu 14400 Toten ("Aktivistenangaben" natürlich) gebracht, k e i n Wort von "Rebellen" sondern nur von den "guten" Menschenrechtsaktivisten, k e i n Wort über die "Rebellen", die nach ihren Massakern in Hula (150 Tote, davon fast die Hälfte Kinder) den Waffenstillstand am 4.Juni aufgekündigt haben und somit die Situation extrem verschlimmert haben und darüber hinaus mindestens die Hälfte von den o..g. 14400 Toten zu verantworten haben!

    Sie informieren nicht, Sie desinformieren und treiben Propaganda für den von der USA Politik plus Anhängsel gewünschten regime change um jeden Preis.

  • Zu den Pols:
    Der Pol (Politiker) muß damit leben, dass keiner mit ihm spielen will, deswegen spielt er lieber mit Seinesgleichen: das Dumpfspiel.
    Das dürfte desweiteren den gemeinen oder gewöhnlichen Pol dazu verleiten, Menschenleben in Gefahr zu versetzen.
    Sowas gefällt dem Pol.
    Und das ist sehr fein.

  • man muss kein Assad-Anhänger sein um zu kapieren,dass Syrien von den Pols zur Zone zum Abschuss erklärt wurde.
    Das lag nicht an Assad.
    Lediglich an den Ol- und Gasfeldern auf dem er seine "Vorstellungen" von Staat gebuildet hatte.

    Und hierzulande gehen die Trinen auf seine Frau los.

    Interessanter wäre indes zu erfahren, woher eigentlich HK4 in diesem Krieg kommen.
    Selbst Lizenzgebaut iwie peinlich für diese freieste aller möglichen "Nation"(en) auf deutschem Boden.

  • un mission zu unsicher, von wem geht dann die gefahr aus wenn die un missionäre von der armee begleitet werden?
    das ganze durchschaut doch jeder 4t klässler.

  • ich finde ja auch: weg mit diesen Problemen!
    Das meinte G.W.Bush schließlich auch,als er seiner persönlichen Rachsucht folgend Saddam Hussein, skandiert von nunmdesdeutschen EdelIntellektuellen (Hussein ist Hitler) wie Enzensberger, hat exekutieren lassen.

    Freiheit !
    Freiheit !
    Freiheit !

    Hurra
    Hurra
    Hurra

  • Das mit der UN-Mission klingt ungefähr so: der Einsatz von Regenschirmen wurde abgesagt, weil die Gefahr bestand, dass sie bei Regen nass werden.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%