Zugang zu ziviler US-Technologie
Atomabkommen zwischen USA und Indien kommt voran

Eine Kooperation zwischen Indien und den USA im Bezug auf das indische Atomprogramm rückt näher. Während der Subkontinent seine nuklearen Anlagen internationalen Kontrolleuren öffnet, sollen im Gegenzug Brennmaterial und Ausrüstung zur Verfügung gestellt werden. Das Abkommen ist jedoch alles andere als unumstritten.

HB WIEN. Indien ist auf dem Weg zu einem umstrittenen Atomabkommen mit den USA vorangekommen. Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Mohamed ElBaradei, unterstützte am Freitag einen Plan Indiens zur Inspektion seiner Atomanlagen. Er entspreche den Sicherheitsauflagen der IAEA, sagte er.

Mit dem Abkommen soll Indien Zugang zu ziviler US-Atomtechnologie und Brennmaterial erhalten. Das Land besitzt Experten zufolge Atomwaffen und hat bis heute den Atomwaffensperrvertrag nicht unterzeichnet. Bevor die Vereinbarung umgesetzt werden kann, muss Indien eine Ausnahmeregelung von den 45 Staaten erhalten, die Nuklearmaterial anbieten. Sie liefern normalerweise nicht an Länder, die dem Sperrvertrag nicht beigetreten ist. Auch der US-Kongress muss das Abkommen noch ratifizieren.

Unter den Mitgliedern der IAEA gibt es Bedenken dagegen, den Weltmarkt für nukleare Ausrüstung für Indien zu öffnen. Es wird befürchtet, dass damit der Atomwaffensperrvertrag untergraben werden könnte. Gespräche über eine Erweiterung der Kontrollen der IAEA um kurzfristig angekündigte und tiefgehende Inspektionen in den 14 indischen Atomreaktoren seien im Gange, sagte ElBaradei. Das dürfte dabei helfen, Skeptiker für das Abkommen zwischen Indien und den USA zu gewinnen.

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