Zugeständnis an Israel
Russland stoppt Raketenlieferungen an Syrien

Der russische Präsident Putin hat in Israel erklärt, den geplanten Verkauf von Langstreckenraketen an Syrien zu beenden. Einen endgültigen Stopp aller Waffenlieferungen werde es jedoch nicht geben.

JERUSALEM. Wladimir Putin verteidigte während seines Besuchs in Israel die Geschäfte seines Landes mit Syrien und Iran. Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem israelischen Staatspräsidenten Mosche Katzav bekräftigte Putin, der Verkauf russischer Luftabwehrraketen an Damaskus stelle wegen ihrer kurzen Reichweite für Israel keine Bedrohung dar. Er selbst habe aber die Lieferung von Langsteckenraketen an Syrien untersagt.

„Wenn wir Waffen in den Nahen Osten liefern, tun wir dies mit großer Vorsicht“, betonte der Kremlchef. Man unternehme nichts, was das regionale Kräfteverhältnis verändern könnte. Putin sagte zudem, er sehe gegenwärtig eine neue Chance für eine Lösung des Nahostkonflikts.

An diesem Freitag besucht Putin die Palästinensergebiete. In Ramallah sind ein Treffen mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und ein Besuch am Grab von dessen Vorgänger Jassir Arafat vorgesehen. Die Palästinenserführung hatte positiv auf Putins Vorschlag reagiert, im Herbst eine Nahost-Friedenkonferenz in Moskau einzuberufen. Israel und die USA lehnten den Vorschlag hingegen als verfrüht ab.

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