Zugeständnisse der US-Regierung machen Weg frei
Kongress bei Rettungsplan im Grundsatz einig

Demokraten und Republikaner im US-Kongress haben sich offenbar im Grundsatz auf ein Paket zur Rettung angeschlagener Finanzinstitute geeinigt. Die Märkte nahmen die politische Entscheidung bereits vorweg: Mit deutlichen Kursgewinnen begrüßten die Aktienbörsen das erwartete Rettungspaket der US-Regierung. Der Dow Jones kletterte um rund zwei Prozent, die europäischen Börsen legten ähnlich stark zu.

WASHINGTON/FRANKFURT. Der demokratische Vorsitzende im Bankenausschuss des Senats, Chris Dodd, sagte am Donnerstag nach zweistündigen Verhandlungen: „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir nun zügig handeln können.“

Der republikanische Senator Bob Bennett erklärte: „Ich erwarte jetzt, dass wir in der Tat einen Plan haben werden, der vom Repräsentantenhaus und dem Senat verabschiedet und vom Präsidenten unterzeichnet wird.“ Einzelheiten zu der Einigung wurden zunächst nicht bekannt.

Der republikanische Fraktionschef im Abgeordnetenhaus, John Boehner, dementierte dagegen eine Einigung dagegen. Er sei zwar bestärkt, was den Fortschritt der überparteilichen Bemühungen angehe. „Aber die Republikaner im Repräsentantenhaus haben derzeit noch keinem Plan zugestimmt“, sagte er.

Das US-Finanzministerium kündigte eine kritische Prüfung des überarbeiteten Vorschlags aus dem Kongress an. Ziel sei es sicherzustellen, dass das endgültige Paket auch den gewünschten Effekt habe, sagte eine Sprecherin.

US-Präsident George W. Bush hat sich derweil zum Auftakt eines Krisentreffens mit den Präsidentschaftskandidaten der Demokraten und Republikaner, Barack Obama und John McCain, zuversichtlich über ein baldiges Rettungsprogramm für die Finanzbranche geäußert. „Ich hoffe, wir werden in sehr kurzer Zeit eine Vereinbarung erreichen“, sagte Bush bei der als historisch eingestuften Zusammenkunft mit seinen potenziellen Nachfolgern und führenden Kongressabgeordneten am Donnerstag im Weißen Haus.

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