Zukunft des Kosovo
Gipfeltreffen gescheitert

Ein Treffen serbischer und albanischer Spitzenpolitiker in Wien über die Zukunft der Krisenprovinz Kosovo ist gescheitert. Weitere Verhandlungen sollen Beobachtern zufolgen keine Sinn mehr haben.

HB WIEN. Die Präsidenten und Regierungschefs Serbiens und Kosovos haben „keinerlei gemeinsame Grundlage“ gefunden, wie der UN-Vermittler Martti Ahtisaari am Samstag berichtet. Damit sei „das Potenzial für Verhandlungen erschöpft“. Weitere Verhandlungen hätten keinen Sinn. Er werde daher seinen Plan, der die eingeschränkte Selbstständigkeit dieser fast nur noch von Albanern bewohnten Provinz vorsieht, bis zum Monatsende dem UN-Sicherheitsrat zur endgültigen Entscheidung vorlegen.

Zuvor hatten die Präsidenten und Regierungschefs Serbiens und Kosovos ihre gegensätzlichen Standpunkte wiederholt. Serbiens Regierunschef Vojislav Kostunica bestand auf der Wiederherstellung der Souveränität seines Landes über die Provinz, die 1999 nach dem Bürgerkrieg unter UN-Verwaltung (UNMIK) kam. Die albanische Seite begrüßte dagegen den Ahtisaari-Plan, der weitgehende Rechte für die serbische Minderheit in dieser Region vorsieht.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%